Anfang Februar 2026, es ist kalt in Deutschland. Schnee und Glatteis überall. Was den Menschen aufs Gemüt schlägt, ist das ständige Grau. Nachdem ich Ende Januar eine Woche im wolkenverhangenen Dresden verbracht habe, fühle ich mit. Da hilft nur Sonne im Herzen, und die hat meine Gesprächspartnerin, mit der ich mich ‒ wieder zurück in Italien ‒ per Videoschalte nach Berlin unterhalten habe: Luca Vasta, deutsch-italienische Musikerin, Sängerin, Moderatorin und Content-Creatorin. Ihre deutschen Fans, die sich in diesen Tagen gern in den italienischen Sommer träumen, können sich freuen: Der Februar ist kurz und am 1. März startet Lucas neue Bühnentour in Hamburg.
Luca, du bist in Deutschland geboren, was verbindet dich mit Italien?
Ja, ich bin in Remscheid geboren und aufgewachsen. Mein Vater ist Italiener. Deshalb war ich oft in Sizilien, als Kind während der Ferien. Und ich bin in die italienische Schule gegangen, am Nachmittag hatten wir Italienischunterricht.
Bekannt wurdest du zunächst als Moderatorin deiner eigenen Show „Vasta TV“ beim Musiksender VIVA. Später folgten weitere Einsätze für VIVA, ZDF („Sing meinen Song“) und RTL („My Name Is“). Wie bist du zum Gesang gekommen?
Musik war und ist mein Leben. Gesungen habe ich eigentlich schon immer. Erst in der Schulband und später dann in Hamburg bei meiner Musicalausbildung und einem Kurs in Popularmusik. Ich habe schon früh eigene Songs geschrieben, zuhause am Klavier und davon geträumt, ein Album aufzunehmen. Das geht natürlich nicht von heute auf morgen, es braucht Zeit, überhaupt erst einmal ein richtiges Lied zu schreiben.
Deine ersten Erfolge hattest du mit englischsprachigen Titeln, die Single „Cut my hair“ vom Debutalbum „Alba“ machte dich 2013 zur vielversprechenden Newcomerin. Dann bist du doch auf Italienisch umgeschwenkt …
Im Moment fühlt es sich einfach richtig an, in Italienisch zu singen und zu texten, aber ich habe schon immer gerne in englischer Sprache gesungen und werde das sicher auch weiterhin tun. Zum Glück ist man als Künstlerin frei, zu entscheiden und zu machen, was einen gerade am meisten inspiriert.
Apropos Inspiration, woher nimmst du sie? Gefällt dir die aktuelle italienische Popmusik?
Natürlich verfolge ich auch die neue italienische Musik, ich bin ja regelmäßig in Sizilien und bekomme da alles mit. Aber ich liebe vor allem die alte, es gibt noch so viele Klassiker zu entdecken.
Was hältst du von Sanremo? Ende Februar dreht sich in Italien wieder alles um das berühmte Songfestival …
Sanremo finde ich toll und auch, dass in Italien die italienische Musik so eine große Rolle spielt und dass es da dieses Festival gibt, wo alle mitmachen und was alle anschauen. So etwas Großes gibt es ja in Deutschland gar nicht.
Welche klassischen italienischen Künstler*innen magst du am liebsten?
Mein absoluter Favorit ist Lucio Dalla. Aber ich liebe auch Lucio Battisti, Mina, Pino Daniele … es gibt so viele. Die neuen Musiker haben es sicher schwerer, in Deutschland bekannt zu werden, aber hin und wieder gibt es schon Gelegenheiten. Ich gehe jetzt am 7.2. zu Lucio Corsi, der gibt ein Konzert in Berlin.
Hast du jemals überlegt, ganz nach Italien zu ziehen?
Ich pendele zwischen Sizilien und Berlin, und das finde ich gut so. Das darf so weitergehen, ich fühle mich wohl als Vagabundin.
Wo lebt es sich besser, in Deutschland oder in Italien?
Das kann man nicht sagen, die Länder sind zu unterschiedlich und ich empfinde es als großes Privileg, beide Kulturen leben zu dürfen.
Und die Mentalität? Liegt die nicht meilenweit auseinander?
Na ja, also es stimmt, in Sizilien kommt man schon leichter ins Gespräch, zum Beispiel wenn man ein Café betritt. Da wird mal nachgefragt, wie es einem geht. Aber das sind kleine Orte, man kennt sich. In einer Großstadt wie Berlin leben die Menschen anonymer.
Erzähl doch mal von deinen bevorstehenden Konzerten. Was verbirgt sich hinter dem Titel „Spaghetti-Pop“?
Das ist eine Special Tour, mit der ich auch mein neues gleichnamiges Kochbuch vorstelle. Es wird meine Songs und Cover-Versionen bekannter Italo-Pop-Klassiker geben, aber auch Anekdoten aus meinem deutsch-italienischen Alltag und Kulinarisches, alles witzig verpackt für ganz viel Leichtigkeit.
Im Pressetext heißt es: Die „Spaghetti Pop“-Shows im März 2026 sind keine normalen Konzerte – es sind Abende wie ein italienisches Sommerfest. Wozu lädst du deine Gäste ein?
Zu einem Kurzurlaub in Sizilien. Zu guter Laune, schöner Musik und sogar zu einem kleinen Italienisch-Kurs.
Danke, liebe Luca, für das Gespräch und viel Erfolg bei deiner Tour!
Ein Kurzurlaub im sonnigen Sizilien, na wenn das keine willkommene Einladung ist! Ein Abend lang Dolce Vita ist Anfang März genau das, was frierende Nordländer brauchen. Also, schnell noch Karten sichern! Und wer mag, folgt der Künstlerin auf ihrem Instagram-Kanal @lucavasta_official für ganz viel italienisches Lebensgefühl.
Tickets für das Hamburger und die weiteren Konzerte in Leipzig, Köln und Berlin (München und Münster sind bereits ausverkauft) gibt es hier:
Luca Vasta – Termine & Tickets 2026
Mir gefällt besonders Lucas Interpretation des großen Hits “E penso a te“ von Lucio Battisti. Schaut mal rein in ihr Video mit Text und deutscher Übersetzung:
Titelfoto: Luca Vasta by Oliver Mohr. Dieser Beitrag entstand im Auftrag der a.s.s. concerts & promotion GmbH Hamburg.
Ist „Lucio“ der favorisierte Künstlername, denn bei ihrer Aufzählung von italienischen Sängern heißen gleich drei so 🙂 😉
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Das ist mir auch aufgefallen, liebe Clara, aber ich kann bestätigen, dass es hier ein Zufall ist. Es gibt italienische Sänger, die nicht Lucio heißen.😉
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Liebe Anke, da ich weder Luca, noch die anderen erwähnten Musikusse kenne – und auch weder italienische Wurzeln habe, noch deutsch-italienische Pendlerin bin, sehe ich mal von einem thematisierten Kommentar ab und sage lediglich:
Ett kütt, wie ett kütt! 🙂
Viele Grüße aus einem schnee-und eisfreien Düsseldorf zu dir. 🙂 Bea
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