Teststation für Maria und Josef

Oder: Aufgearbeitete Erinnerungen

Was haltet ihr davon, das ewige Fest der Liebe einmal trendgerecht nachhaltig zu gestalten. Wie wäre es zum Beispiel, bislang nicht zum Einsatz gekommene Geschenke vom vergangenen Jahr in das aufgebügelte Geschenkpapier einzuschlagen und erneut unter den Baum zu legen? Statt neue Spiele zu kaufen, endlich mal all die vorhandenen hervorzuholen? Die Mehl- und Trockenhefevorräte vor dem Verfall zu retten und selbst Pizzateig auszurollen und Brot zu backen, wie damals, zu Coronazeiten?

Jetzt spinnt sie aber, werdet ihr sagen! Na gut, ich höre auf. Lasst mich bitte nur noch schnell eine originelle Weihnachtsbastelei zeigen, die dem Recyclinggedanken allerhöchste Ehre macht. Ich nenne sie die Kronenkrippe. Wenn man Corona aus dem Italienischen übersetzt, ist das nämlich die „Krone“. Weshalb hier auch landauf, landab Gasthäuser und so manches Hotel diesen in Missgunst gefallenen Namen tragen. Habt ihr es auf dem Titelbild bemerkt? Schaut mal ganz genau hin: Die Hütte ist aus (abgelaufenen, unbenutzten) Covid-19-Teststäbchen gezimmert. Ich fand und fotografierte diese Krippe im Wartezimmer beim Kinderarzt, aber auch im nichtmedizinischen Ambiente macht sie sich gut, findet ihr nicht?

In diesem Sinne wünsche ich allen meinen Leserinnen und Lesern unbeschwerte, kreative und hoffentlich coronafreie Feiertage! Vielleicht auch mit bereits vorhandenen Dingen, die zu diesem Anlass wieder blankpoliert oder aufgearbeitet werden.

Un buon Natale sostenibile!

Frohe nachhaltige Weihnachten!

Veröffentlicht von Anke

La Deutsche Vita in Bella Italia auf meinem Blog tuttopaletti.com. Geboren in der DDR, lebte ich zunächst im wiedervereinigten Deutschland und habe in Norditalien meine Heimat gefunden. Ein Leben zwischen den Welten und Kulturen, schreibend, lesend, neugierig und immer auf der Suche nach neuen spannenden Geschichten.

14 Kommentare zu „Teststation für Maria und Josef

    1. Vielen Dank, liebe Bettina, genießt die gemeinsame Zeit! Liebe Grüße aus dem stürmischen Norditalien (So haben wir dann zumindest die Fernsicht auf schneebedeckte Alpen, wenn es hier schon so unweihnachtlich lauwarm ist 😉 .)

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  1. Ich kann mich noch daran erinnern, wie uns unser Kinderarzt an Heiligabend 2020 zuhause bei uns getestet hat (damals gab es diese flächendeckenden Tests noch nicht). Jeder Test hat 30 Euro gekostet, insgesamt haben wir also für uns fünf 150 Euro gezahlt. So konnten wir Weihnachten gemeinsam mit meinen Eltern feiern, es war also gut angelegtes Geld.
    Wenn ich an die Hochphasen von Corona zurückdenke, kommt mir das manchmal alles schrecklich unwirklich vor (und auch schrecklich).
    Und auch wenn es mit Corona nicht vorbei ist, bin ich froh, dass es uns alle nicht mehr so in Angst und Schrecken versetzt.
    In diesem Sinne: Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch in ein glückliches und gesundes neues Jahr, liebe Anke!

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    1. Der kam extra zu euch nach Hause? Da hattet ihr Glück! Ich glaube, wir haben nur einmal so ein teures Prozedere für einen Grenzübertritt (wie das klingt) auf uns genommen, schon auf der Rückfahrt von Deutschland nach Italien hatten wir es darauf ankommen lassen, denn es wurde gar nicht kontrolliert.
      Es war schrecklich, ja. Bis vor Kurzem hätte ich aber im Hinblick auf die Lockdowns gesagt, dass nicht alles gut, aber notwendig war. Mittlerweile sehe ich es etwas differenzierter, zumindest, was die bei uns so elend langen Schulschlieβungen betrifft. Viele Kinder haben Schaden genommen, durch die Isolation und das Internet. Und wir Eltern haben es vielleicht auf die leichte Schulter genommen.
      Aber lasst uns nach vorne schauen, aus Fehlern lernt man, und wenn der ganze Plastikmüll der Teststäbchen gut verbastelt werden kann, finde ich das einen netten Ansatz.
      Vielen Dank für deine guten Wünsche, die auch ich an dieser Stelle nochmal herzlich erwidere, liebe Sophie! Wir lesen uns!😊

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