Und schon wieder ist ein Schuljahr rum. Emotionale Ereignisse stehen bevor: Die älteste Tochter schließt mit den Abiturprüfungen das Gymnasium ab, die jüngere plant einen Schulwechsel. In melancholischen Momenten helfen zuweilen die Lieblings-Frühstückscerealien aus der Kindheit und eine feste Umarmung. Heute schreibe ich aus aktuellem Anlass von Abschiedsschmerz, süßem Nichtstun und neuen Zielen.
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Grazie, Niko!
Das Beste an Reisen sind Begegnungen. Wenn man ein Apartment bucht, geht das oft mit Anonymität und komplizierten Zugangsregeln einher. Das kann nerven. In Turin erschien mir ein rettender Engel und zeigte, wie unkompliziert das Leben sein kann. Eine so überraschende wie herzerwärmende Erfahrung, die ich mit euch teilen möchte.
Aperitivo für Ungelernte
Mit Humor geht es (vielleicht) besser, denkt sich ein Vareser Barbetreiber. Bei uns hat es funktioniert.
Ja! Es ist ein Nein.
Rechts vor links, im Straßenverkehr eine unbestrittene Regel. In der Politik ist das noch lange nicht entschieden. Die regierungstreuen Ja-Sager haben heute in Italien einen Dämpfer bekommen. Weil beim Referendum zur geplanten Justizreform ein Nein die demokratischere Entscheidung war.
Frühlingsgedanken
Manchmal geschehen kleine Wunder. Wie auf unserem Balkon. Da überraschte uns eine Hyazinthe mit ihrer zauberhaften Blüte, in einem Kübel, in dem ich nur Vergammeltes vom Herbst und alte Erde vermutete. Aber das Schönste am Frühling ist das Wunder, das er in mir drin auslöst. Heute schreibe ich von Hoffnung, hilfsbereiten Bekannten und heilsamem Frühjahrsputz.
Olympische Randnotizen
Sport im Zeichen der fünf Ringe begeistert selbst die, die nicht mit allen Sportarten vertraut sind. Kleine Geschichten am Rande des Groβereignisses wie die von Mario Gargiulo oder Emilien Jacquelin zeigen, wie Sport über Jahrzehnte und Ländergrenzen hinweg verbindet. Und sogar vom Sofa aus kann man den Weltklasse-Athleten nahe sein: dank eines gemeinsamen Hobbys.
Warten auf den Glücksmoment
Was gibt es Schöneres, als im Winter vorm Badezimmerfenster die schneebedeckten Alpen zu sehen und dabei unter einem wohlig heißen Wasserstrahl zu stehen? Da gibt es etwas: Nach zwei Wochen ohne Warmwasserversorgung endlich überhaupt wieder zu duschen! Bei trübem, wolkenverhangenem Himmel ohne Ausblick, aber mit einem duftenden Duschgel, das seinem Namen GLÜCKSMOMENT alle Ehre macht.
Und weiter geht’s …
Abwarten und Tee trinken, wurde mir kürzlich empfohlen, und in der betreffenden Angelegenheit mag die Empfehlung sogar Sinn haben. Dabei hasse ich Zwangspausen. Aber wenn es an einem Ende hapert, lässt sich am anderen vielleicht etwas bewegen. In meinem letzten Text des Jahres geht es ums Loslassen und Festhalten. Aber vor allem ums Weitermachen.
Altmodisches zum Fest
Als ich Kind war, kam am ersten Weihnachtstag der Startschuss zum Kartoffeln Aufsetzen aus dem Fernsehen. Es war auch außerhalb der Feiertage eine Zeit, in der wir noch feste Abmachungen einhielten und das Essen zum vorher bestimmten Zeitpunkt auf dem Tisch stand. Und heute? Sollen Köche auf Zuruf arbeiten. Ein Plädoyer für mehr Respekt.
Gleichnis
Montagmorgen, alle sind in Eile. Rücksicht wird es keine geben, schon gar nicht auf eine wie mich, die auf den richtigen Moment, auf ihre Chance wartet.