Antiquitäten und andere Sachen

Ich fürchte, ich habe eine Phobie. Und zwar eine, die nicht unter den „zehn häufigsten“ aufgeführt und hinreichend bekannt ist. Vielleicht habe ich mich auch deshalb all die Jahre schwer damit getan, mein Leiden als Phobie zu bezeichnen. Ich nenne sie hier mal, meiner psychologischen Unkenntnis geschuldet, Sachenphobie. Sachen nicht im Sinne von Kleidung, sondern von Dingen. Nützliche, überflüssige, dekorative, unansehnliche, praktische, lästige, große und kleine Dinge. Dinge, die sich im Laufe der Jahre in einem vierköpfigen Haushalt ansammeln. Zuallererst stört mich der Kram, der herumliegt. Das ist in der Regel nicht meiner, den könnte ich ja einfach aufräumen. Es handelt sich um Kram der anderen drei Mitbewohner*innen, die es mit dem Aufräumen nicht so haben. Aber bleiben wir bei mir selbst, der Kram der anderen liegt leider in meinem Wohn-, aber außerhalb meines Einflussbereiches. Mich selbst begeistert die Idee des Minimalismus. Manchmal denke ich, dass ich am liebsten in einer kleinen Pension aus zwei Koffern leben würde. In einem meine Sommer-, im anderen die Wintersachen. Dazu ein Laptop, was zum Schreiben. Bücher aus der Bibliothek. Und eigene Exemplare, von denen ich mich nicht trennen möchte. Aber das mit den Büchern im Schrank ist schon wieder ein anderes Problem und um das zu lösen, würde ich gerne irgendwann ein Büchercafé eröffnen.

Die Sachenphobie bereitet mir vor allem im Hinblick auf einen potenziellen Umzug Kopfzerbrechen. Nachdem ich im Alter von 23 Jahren das elterliche Nest verließ, bin ich in Deutschland und Italien insgesamt viermal umgezogen, die ersten Monate in Italien nicht dazugerechnet, in denen ich tatsächlich aus dem Koffer lebte und auch ein paar Mal die Unterkunft wechselte. Einen Umzug kann ich mir heute nicht mehr vorstellen. Ich würde es mental nicht hinkriegen. Sobald ich irgendwo aufräumen oder ausmisten will, blockiert mein Gehirn und ich verfalle in eine Art depressive Starre. So viel Zeit habe ich gar nicht, wie ich hin und her überlege, ob ich etwas behalten oder weggeben soll und wenn weggeben, wohin. Im Falle eines Umzuges müsste ich die paar Dinge zusammensuchen, die ich definitiv benötige, und dann einen Entrümpelungsservice rufen. Nicht mehr dran denken, nicht mehr hinschauen. Machen lassen. Sollen andere entscheiden, was auf den Müll (oder besser Wertstoffhof) gehört, und was noch Verwendung finden soll.

Mein mentales Problem mit Gegenständen zeigt sich auch daran, dass ich um Flohmärkte einen großen Bogen mache. Ich kann die Begeisterung der Sammler nicht nachvollziehen. Aber vor allem tut es mir leid für die, die tagein tagaus und bei jedem Wetter ihre hundert Dinge auspacken und aufstellen, um sie dann am Abend wieder in den Kisten verschwinden zu lassen. Mir blutet das Herz, aber ich kann ihnen nicht helfen, nichts abkaufen, denn ich habe ja selbst (gefühlt) zu viel. Ich müsste auch einen Stand aufbauen, um all die Sachen, die ich nicht wirklich brauche und die mir durch ihre pure Anwesenheit Magenschmerzen und Kopfzerbrechen bescheren, loszuwerden. Denn wegwerfen kann ich so gut wie gar nichts. Bei uns in Italien oder zumindest da, wo ich wohne, gibt es auch nicht diesen neumodischen Trend, altmodische Gegenstände einfach auf die Straße zu stellen, zum Mitnehmen.  

Aus all diesen Gründen mag ich grundsätzlich auch keine Museen, in denen nicht Kunst oder Wissenschaft, sondern Dinge ausgestellt sind. Dass ich neulich Casa Macchi in Morazzone unweit Varese besuchte, ist der netten Einladung der Freundin einer Freundin geschuldet, die als Volontärin Gäste durch das Landhaus führt. Und wisst ihr was? Es war ein wunderbares Erlebnis und ich kann es nur weiterempfehlen, falls ihr mal bei uns in der Nähe seid. Casa Macchi war Heim und Sommersitz einer bürgerlichen lombardischen Familie, wohlhabend, aber nicht reich, ein Haus, in dem die Zeit stehen geblieben ist. Ende des 19. Jahrhunderts von den Großeltern so eingerichtet, wie es heute noch fast identisch zu sehen ist, wurde das Haus von der Enkelin in den 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts verlassen. Eines Tages ging sie aus dem Haus und schloss die Tür hinter sich, die Moka stand noch auf dem Herd.  In ihrem Testament überschrieb sie ihren Besitz 2015 dem FAI (Fondo Ambiente Italiano, gemeinnützige Stiftung für Denkmalpflege und Naturschutz), deren Mitarbeiter sich an die Wiederherstellung des vorgefundenen Zustandes machten und alles liebevoll putzten, reparierten und genauso wieder einräumten, wie man das Haus vorgefunden hatte. Keine spektakulär wertvollen oder seltenen Gegenstände wie in den Königs- oder Adelshäusern, aber viele kuriose Details zeichnen das Leben, wie es einmal war. Am Tag nach dem Besuch hatte ich noch diesen feinen Geruch in der Nase. Nach Omas guter Stube, aber ohne den frischen Duft nach Sonntagsbraten oder Kaffee und Kuchen. Nur diese Schicht Duft, die darunter liegt, unter dem täglichen Leben. Ein Geruch wie in Secondhandläden. Die Bewohner des Hauses Macchi konservierten und pflegten ihre Dinge. Penibel wie Buchhalter hielten die Frauen alle Objekte des Corredo, der Aussteuer, genau fest. Auf einem offiziellen Papier mit Steuermarke: Position, Bezeichnung, Wert.

Ich denke, es war einfacher, Dinge wertzuschätzen, als es weniger von ihnen gab. Als sie von besserer Qualität und haltbarer waren. Aus oben beschrieben mentalen Gründen vermeide ich es, in meinem Ort in die Schaufenster eines Geschäftes zu schauen, das vor etwa einem Jahr eröffnet hat. „Come una volta“ (Wie es einmal war) ist sein Name. Da bietet jemand die feinen Gegenstände von Haushaltsauflösungen Verstorbener an. Das finde ich schön und traurig zugleich. Auch ich habe das gute Geschirr der Eltern und Großeltern meines Mannes und ein paar Stücke Tisch- und Bettwäsche mit feiner Stickerei oder Spitze noch im Schrank. Ich nutze sie nicht. Sie passen nicht in unsere moderne Einrichtung, aber vor allem mag ich es bügelfrei. Apropos: Eine Garnitur bügelfreie Bettwäsche, die meine Eltern zu ihrer Silberhochzeit 1979 geschenkt bekommen hatten, ist noch tipptopp und hin und wieder bei uns im Dienst. Auch meine Eltern hoben alles auf. Sie wussten nie, ob sie die Dinge noch gebrauchen könnten. Nur meine Kinderbücher haben sie beim letzten Umzug weggegeben. Schade, die hätte ich später für meine eigenen Kinder gerne gehabt. So ist das mit den Entscheidungen, die getroffen werden müssen. Bin ich deshalb so unentschlossen? Wegen dieser kleinen Verluste? Ganz gewiss spielen auch die Erfahrungen der Eltern eine Rolle. Die meines Vaters zum Beispiel, dessen Mutter bei der Umsiedlung 1945 aus Schlesien nur ein paar Taschen voller Habseligkeiten mitnehmen konnte.

Dabei liebe ich alte Dinge. Ein paar geerbte Gegenstände nutze ich sogar und sie verursachen mir weder Bauch- noch Kopfschmerzen. Praktische und zeitlose Dinge für die Ewigkeit, wie das Besteck meiner Oma aus Berlin Adlershof. Oder ihre Gläser und Kompottschüsseln. Auch in Casa Macchi gab es eine Vitrine mit allen Arten von Kristall zu bestaunen. Für jedes Getränk ein bestimmtes Glas. Heute, bedauern meine Freundinnen, hätten sie selbst nur Mehrzweckgläser eines Schwedischen Möbelhauses. In meiner modernen Vitrine stehen auch alte, wunderschöne Gläser verschiedenster Art, zum Beispiel hauchzarte, goldgelbe Kognakschwenker, ich schätze aus den 60er-Jahren. Es sind nur noch fünf. Das sechste Glas ziert vielleicht immer noch einen kalabrischen Glasschrank im Haus meiner Ex-Schwiegermutter. Sie hatte einen feinen Blick für das Besondere und mir eins abgeluchst. Dieser Gedanke gefällt mir und versöhnt mich: Dinge sollen einen Zweck erfüllen. Und wenn es der ist, Designverliebte glücklich zu machen.

PS: Roswitha aus Berlin macht sich auf ihrem Blog ähnliche Gedanken.

Titelfoto: Blick in eine der Küchen in Casa Macchi. Hinten auf dem Herd die Moka.

Veröffentlicht von Anke

La Deutsche Vita in Bella Italia auf meinem Blog tuttopaletti.com. Geboren in der DDR, lebte ich zunächst im wiedervereinigten Deutschland und habe in Norditalien meine Heimat gefunden. Ein Leben zwischen den Welten und Kulturen, schreibend, lesend, neugierig und immer auf der Suche nach neuen spannenden Geschichten.

37 Kommentare zu „Antiquitäten und andere Sachen

    1. Liebe Luisella,
      du schreibst: „Flohmärkte funktionieren in Finnland gut und sind nützlich für diejenigen, die sich keine teuren Artikel leisten können.“
      Das ist ein gutes Argument. Aber es galt früher mehr als heutzutage, oder? Gerade bei Kleidung finde ich diesen Überfluss an neuer billiger Kleidung schlimm, da kauft keiner mehr Getragenes, weil er zum selben Preis oder gar weniger auch alles neu bekommt. Bei Einrichtungsgegenständen … ist es dank Schwedischen Möbelhäusern doch ähnlich, oder?

      Questo è un argomento valido. Ma era quasi più vero in passato che oggi, no? Soprattutto per quanto riguarda i vestiti, trovo negativa questa sovrabbondanza di vestiti nuovi a basso costo, nessuno compra più vestiti usati perché si può trovare tutto nuovo allo stesso prezzo o anche meno. Lo stesso vale per l’arredamento … grazie ai negozi di mobili svedesi, non è vero?

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      1. Forse dipende dalla mentalità. Qui i vestiti usati hanno mercato, soprattutto per i bimbi che crescono… Di conseguenza chi ne ha tanti, se ne può liberare. Noi italiani siamo abituati maggiormente a comprare roba nuova. 😉

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      2. Du sagst: Vielleicht hängt es von der Mentalität ab. Hier gibt es einen Markt für Secondhand-Kleidung, vor allem für Kinder, die aus allem herauswachsen … Wenn man viele Sachen hat, kann man sie loswerden. Wir Italiener sind es eher gewohnt, neue Sachen zu kaufen.
        Stimmt, die Kultur, das Denken, spielt auch eine Rolle, Ich finde es auch gut wenn man die Kinderkleidung direkt weitergibt, in der Familie, unter Freunden und Kollegen. Und das sehe ich auch hier in Italien.

        È vero, cara Luisella, anche la cultura, il modo di pensare, gioca un ruolo importante. Penso anche che sia positivo quando i vestiti dei bambini vengono passati direttamente, all’interno della famiglia, tra amici e colleghi. E lo vedo anche qui in Italia.

        Buona domenica!

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  1. Ja das ist ein „Traum“. Aber so schön und ordentlich bleibt es natürlich nicht, wenn frau mit Familie darin wohnt.
    Einen kleinen Raum, ein Zimmerchen, zum Selbergestalten braucht der Mensch. Und jede(r) darf sich sein eigenes „Reich“ gestalten, aber bitte keine Grenzen überschreiten.

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    1. Da hast du recht. Ein Zuhause soll kein Museum sein. Aber zwischen kreativer Unordnung und achtlosem Herumliegenlassen besteht ein großer Unterschied. Und vor allem muss es für alle Mitbewohner akzeptabel sein, wie es in den gemeinsamen Räumen ausschaut. Teenager tun sich damit leider schwer. 🤷‍♀️

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  2. Ja, das ist eine schwierige Zeit des Miteinanders. Da müssen dann die Erwachsenen aber ihre Grenzen ziehen. Das ist dann auch eine „Er-ziehung“. Und es hat auch etwas mit dem gesellschaftlichen Miteinander zu tun.
    Das sage ich jetzt einmal nur theoretisch. Praktisch gibt es da so mancherlei Überdeckungen…
    Aber alle können in der „Schule des Lebens“ ja etwas dabei lernen.

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  3. Ja, Anke, das kenne ich alles. Angefangen beim Kram, der herum liegt und nicht meiner ist 😉 bis zur Bettwäsche aus DDR-Zeiten. Während ich Bettwäsche, die ich nach 1990 gekauft habe lange schon wegen Materialermüdung aussortieren musste, nutze ich die robusten Bezüge aus DDR-Zeiten immernoch. Grüße nach Italien

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  4. Hallo Anke, umziehen half, jedes Mal überlegen: kommt das mit oder kommt das weg? Verschenken oder einpacken? Hier gibt es Sozialkaufhäuser, da kann ich meinen Kram hinbringen und die verkaufen das dann für wenig Geld. Kaufen kann jede/r. Und die dort Beschäftigten haben Arbeit. Da gewinnen alle.

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    1. Liebe Gretl, das ist eine gute Sache, auch meine Verwandten sprechen von diesen Sozialkaufhäusern. Ich wünschte, die gäbe es hier auch. Ich habe mal viele guterhaltene Kindersachen zur Caritas gebracht, da guckte eine genervt, wieviel Zeug ich anschleppe. War Arbeit für sie, das dann auszupacken.

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      1. Es wird einfach zu viel weggeworfen, nur weil es Mühe macht. Wie haben gerade einen Herd verschenkt, weil wir einen neuen bekommen. An die Nachbarin. Bingo! Einfacher geht es kaum.
        Ich rede aber auch gerne mit den Leuten, das hilft 😂

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    1. Nicht wahr?! Aber du sagtest ja schon einmal, dass wir viel zu schnell allein zurückbleiben und wieder Ordnung haben, uns die jugendlichen Mitbewohner dann aber fehlen werden.

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  5. Ich kenne das mit der depressiven Starre und finde es auch wahnsinnig schwierig, Dinge auszumisten. Bei uns ist es vor allem ganz viel Kleidung, aus der meine Töchter herausgewachsen sind. Die würde ich am liebsten weitergeben, aber ich weiß nicht, an wen.
    Vor zwei Wochen habe ich mich endlich mal aufgerafft und diverse Kleidungsstücke in zwei riesigen Tüten zu einem Sozialkaufhaus gebracht. Die waren glücklich über die Spende – und ich, alles loszuwerden! Win-win-Situation nennt man das. 🙂

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    1. Ich sehe schon, ich muss solche Sozialkaufhäuser hier nach Italien bringen. Das scheint gut zu funktionieren bei euch! Einkaufen darf da, wer will? Oder muss er sich als bedürftig ausweisen? Die Bürokratie ist leider oft ein Stolperstein hier bei uns.

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      1. Stimmt. Und dann müsste man nur noch die Ramschproduzenten und entsprechenden Online-Shops verbieten, und dann wäre die Welt ein bisschen besser. Ich frage mich, warum das nicht geht. Freier Markt ist ok, aber mitmachen darf nur, wer Qualität, Nachhaltigkeit und faire Arbeitsbedingungen garantiert.

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  6. Liebe Anke, just in dem Moment, als du deinen Beitrag veröffentlicht hast, saß ich an einem Text mit ähnlichem Inhalt. Allerdings habe ich einen anderen Fokus – Ausmisten aus Rücksicht auf die nächste Generation. Ich verlinke meinen Beitrag mit deinem. Das mit dem Überfluss und den vielen Dingen, die sich im Laufe eines jeden Lebens anhäufen – zumindest in unseren reichen westlichen Gesellschaften – ist ein echtes Thema zum Nach- und Umdenken.

    Zu den Flohmärkten: Sie erfreuen sich in Berlin auch großer Beliebtheit und tatsächlich gibt es sehr viele Menschen, die dort kaufen, weil man wunderbare, super erhaltene Dinge für sehr wenig Geld bekommt, denn viele wollen die Sachen einfach nur loswerden. Ich finde übrigens, dass es bei jüngeren Kindern absolut Sinn macht, Second Hand zu kaufen, denn die Kleidung ist so schnell zu klein. Wie auch immer: wie man auch an den Kommentaren sieht, beschäftigt das Thema nicht nur dich. Frühlingshafte Grüße aus Berlin. Roswitha

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    1. Was für ein Zufall, und auch nicht. Denn wie du richtig sagst, ist es ein Thema, das viele umtreibt. Ganz besonders im Frühling, wo man gern frischen Wind in die gute Stube und in den Kopf lässt. 😉
      Sonnige Grüße zu dir!

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    2. Liebe Roswitha, ich habe jetzt auch zu dir verlinkt unter meinem Artikel. Ich freue mich immer, wenn wir über ähnliche Themen schreiben und schätze deine Beiträge sehr.

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  7. Liebe Anke, nach ein paar Tagen Internetabstinenz und Luft um die Ohren wehen lassen begann ich heute Vormittag hochmotiviert mit dem Entrümpeln meines Büros, fragte bei einem Antiquariat an, ob sie Sachen von Rosenthal, Nachtmann und Konsorten aufkaufen und so weiter. Nun, in meiner wohlverdienten Pause sitze ich hier, lese deinen Beitrag und komme aus dem Nicken nicht heraus.
    Danke dafür und : ich fühle mit!
    Und suche mir jetzt Leute, die meine „alten Schätze“ auch noch zu würdigen wissen.
    Liebe Grüße, Anja

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  8. Ja, das Sammeln, die Flohmärkte und die alten Dinge. Auch ich musste durch Überfluss lernen, dass Dinge belastend wirken können. Trotzdem gehe ich auf Flohmärkte und suche second hand, denn ich denke gebraucht kaufen ist besser als neu produzieren und, die Qualität (das muss 100 Jahre halten!) findet sich heute kaum noch, egal ob Kleidung, Werkzeug, Haushaltsgegenstände etc.

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  9. Wirtschaftswachstum ist der Fehler im System. Kreislaufwirtschaft (s.a. sustainable development goals United Nations) ist die Lösung. Es ist zwar schwerer eine Leiter herunterzuklettern als herauf, aber, wenn man einmal erkannt hat, dass weniger oft mehr ist, gelingt es.
    Beispiele wie Costa Rica zeigen, dass auch die Umstellung von einer kapitalistischen zu einer ökologischen (und pazifistischen!) Staatsform gelingen kann.

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