Vom großen P zum kleinen Angsthasen

Oft loben mich Freunde, wie mutig ich doch gewesen sei, meinen hochbezahlten Job in Deutschland aufzugeben und als Praktikantin in Italien neu anzufangen. Ich lächle dann zustimmend und denke mir: Wie gut, dass sie nicht wissen, was für ein Schisser ich heute bin. Fotos meiner mutigen Zeiten liegen bei uns im Keller, genauer gesagt, in der Waschküche. Meine Erinnerungen dümpeln bei starker Luftfeuchte vor sich hin, in einem Schrank, einsortiert in hässlichen Einsteckalben verschiedener Größen und Farben. Bis zum Jahr 2004 archivierte ich Bilder auf diese Art. 2004 war auch das Jahr, in dem ich in Italien meinen Führerschein machte und am 4. August mein erstes eigenes Auto kaufte. Das Bild im Titel, das mir neulich in die Hände fiel, während ich ein anderes suchte, muss ein paar Tage später entstanden sein. Eine Arbeitskollegin hatte mich in der Mittagspause fotografiert, während ich das im Büro ausgedruckte große „P“ in meinen nagelneuen Gebrauchtwagen klebte. Ich glaube, meine deutschen Kolleginnen freuten sich mit mir und waren stolz auf mich, und falls sie doch innerlich grinsten, dann war mir das damals herzlich egal. Sie hatten den Führerschein kurz nach ihrem 18. Geburtstag in Deutschland gemacht und waren sogar im Auto nach Italien gekommen. Na, und? Ich war mit meinen 32 Jahren spät dran, aber zu allem entschlossen. Ich fuhr damals los, ohne Navi, ohne Karte, einfach der Straßenbeschilderung folgend. Letztere, so heißt es, lässt in Italien zu wünschen übrig. Also muss auch so etwas wie Intuition dabei gewesen sein, als ich mich unternehmungslustig hinters Lenkrad setzte, um allein oder mit ahnungslosen Beifahrern unsere schöne norditalienische Gegend unsicher zu machen. Einmal brachte ich meine Eltern auf Landstraßen im strömenden Regen bis nach Bergamo. Und heute? Heute fahre ich den Weg zum Krankenhaus zwei Orte weiter am Wochenende Probe, damit ich mich zum Untersuchungstermin nicht verfahre.

Eine absolute Sternstunde meiner Fahrkünste erlebte die Tochter mit mir vor ein paar Tagen. Ich war mit ihr an den Vareser See gefahren, eine Strecke, die ich eigentlich auch ohne Navi hinbekomme. Aber wozu hat man moderne Technik? Um sich sicher zu fühlen! Und so passierte es, dass ich auf dem Rückweg vom Weg abkam. Weil ich nicht bei der Sache war und, statt aufs Navi zu schauen, sowohl dem Autoradio als auch den aufgeregten Erzählungen meiner Beifahrerin lauschte, folgte ich dem vor mir fahrenden Wagen und fand mich plötzlich auf der Autobahn wieder. Ihr müsst wissen, dass Autobahnfahrten nicht zum italienischen Führerscheinprogramm gehörten, nicht mal der doppelspurige Kreisverkehr am Ortsausgang, um genau zu sein. Ich war damals in der benachbarten Wohnsiedlung geblieben, kleine Straßen auf und ab gefahren und hatte zweimal auf dem dortigen Parkplatz eingeparkt. So minimalistisch geschult wagte ich mich erst einige Zeit später und nur in Begleitung meines frischvermählten Gatten ein paar Mal auf die Autobahn. Dann wurde ich schwanger und mit dem Mut war es vorbei. Dabei heißt es doch, Mutterschaft würde aus Frauen Löwinnen machen. Aus mir wurde ein Angsthase. Mit dem Argument, das ungeborene Leben und später das Kleinkind nicht in Gefahr zu bringen, ging beziehungsweise fuhr ich nur noch auf Nummer sicher.

Teenager sind keine Kleinkinder mehr, aber das heißt noch lange nicht, dass man mit ihnen nicht vorsichtig fahren sollte. Als ich nun in Begleitung des jüngeren Teenagers auf der Autobahn Richtung Mailand statt nach Hause fuhr, reagierte ich prompt und nahm die erste Abfahrmöglichkeit. Schade, dass sich die vermeintliche Ausfahrt als Rastplatz entpuppte. Das bedeutete, noch einmal genau den schwierigsten Teil wagen zu müssen, nämlich das Auffahren und zeitgerechte Einreihen in den rasend schnellen Verkehr. Ihr ahnt nicht, welchen Mut ich aufbringen musste, als ich mich angesichts meiner alternativlosen Lage genau dazu durchrang. Meinen Mann vom Rastplatz aus anzurufen, hätte nichts gebracht. Er konnte mich schließlich nicht abholen. Sollte ich einen anderen Mann (oder eine mutige Frau) fragen, ob er/sie das Auto für mich beschleunigt und sich nach dem Einreihen herauskatapultiert, während ich auf die Fahrerseite wechsle und er/sie zurück zum Rastplatz läuft? Lacht nicht, all diese unmöglichen Möglichkeiten spielte ich gedanklich durch. Letztlich half mir die unerträgliche Hitze, meine grotesken Gedankenspiele schnell beiseitezuschieben, den Motor und die Klimaanlage wieder anzustellen und … Augen auf und rauf auf die Autostrada. Keine fünfhundert Meter später gab es dann tatsächlich eine Abfahrt. Als wir nach Hause kamen, grinste mein Mann süffisant und fragte mich direkt, was ich denn auf der Autobahn gesucht hätte. Er sei kurz davor gewesen, die Sicherheitskräfte zu alarmieren. Mein Mann ist mit dem Handy der Tochter über GPS verbunden und hatte unsere Reiseroute daheim mitverfolgt. Wieder einmal hieß es für mich: Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.

Ob ich nun ein Autobahnübungsprogramm starte, für alle Fälle? Es müsste einen Integrationskurs geben, für Führerscheinbesitzer ohne ausreichende Praxis. Dann könnte ich gemeinsam mit unserer Großen noch einmal zur Fahrschule gehen. Auch wenn ich Sorge habe bei dem Gedanken, dass sie und irgendwann auch die Kleine sich selbst ans Steuer setzen, so glaube ich doch, dass sie mutiger sein werden als ihre Mutter. Die Geschichte vom „Kleinen Angsthasen“, die ich als Kind so liebte, war schließlich die, dass er eigentlich gar nicht ängstlich war, seine Oma ihm nur nichts zutraute und überall Gefahren lauern sah. Dabei wuchs er über sich selbst hinaus, als es darauf ankam.

Ihr kennt die wunderbare Geschichte „Der kleine Angsthase“ von Elizabeth Shaw nicht? Dann lasst sie euch von der sympathischen Jeanna vorlesen!

Titelfoto: P steht in Italien für Principiante, wie das A für Anfänger.

Veröffentlicht von Anke

La Deutsche Vita in Bella Italia auf meinem Blog tuttopaletti.com. Geboren in der DDR, lebte ich zunächst im wiedervereinigten Deutschland und habe in Norditalien meine Heimat gefunden. Ein Leben zwischen den Welten und Kulturen, schreibend, lesend, neugierig und immer auf der Suche nach neuen spannenden Geschichten.

33 Kommentare zu „Vom großen P zum kleinen Angsthasen

  1. Ich freue mich so, dass ich nicht alleine bin mit der Ängstlichkeit und dem Autofahren. Ich habe etliche Musiktherapiestunden vor meiner Reise im Mai nach Dänemark genutzt, um mich mental einzustellen. Ich übte fremde Strecken zu fahren und mit Karte zu tanken.
    Die Autobahn war dann auf dem Hinweg gar nicht so schlimm, denn ich kroch von Stau zu Stau im Schneckentempo in die Richtung Grenze. Wobei, wenn ich das vorher gewusst hätte, hätte ich noch mehr Schiss gehabt. Aber so konnte ich feststellen: Staustehen kann ich jetzt auch. Der Rückweg verlief dann schon routinierter und ich kam gut zu Hause wieder an.
    Das Einparken bleibt mein großer Angstgegner. Eine Woche bevor mein Silvesterseminar 2023/2024 hier in der Nähe begann, bin ich mit meinem Sohn zum Veranstaltungsort gefahren, um mir den Parkplatz anzusehen…… Daran musste ich jetzt auch gerade denken. 😂Besser so, als gar nicht fahren.

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      1. Herzlichen Dank und ich nehme das gerne an, wobei ich einschränkend sagen muss: Mich fährt ja niemand irgendwohin. Wenn ich mal weg will, muss ich das selbst tun. Die „Öffentlichen“, die ich früher gerne nutzte, kann ich hier aus mehreren Gründen vergessen.
        Ich (72) denke immer häufiger: Wenn nicht jetzt, wann dann? Besser wird es nicht. Was ich jetzt noch schaffe, kann schnell vorbei sein. Also überwinde ich (gezwungenermaßen) die Ängste weitgehend, hoffe, dass dies nicht fahrlässig ist und schaffe mir noch ein paar wunderbare Zeiten, z.B. Urlaub am Meer.

        Über Ankes Schilderung habe ich geschmunzelt, weil ich so ähnlich gelagert bin. Manchmal denke ich z.B., wenn das mit dem Einparken nicht klappt, frage ich einfach jemanden. Ist auf jeden Fall einfacher, als mich auf die Autobahn bringen zu lassen und die Hilfskraft dann während der Fahrt rauszuschmeißen. 😂

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      2. Richtig, liebe Regine, vom Muss zum Kann ist der Weg am kürzesten. Auch ich komme hier mit den Öffentlichen weder zur Arbeit noch zum Einkaufen, und wenn ich morgen für einen Traumjob über die Autobahn müsste, würde ich es lernen. Nein, fahrlässig gehen wir nicht ran, sondern sehr bedacht. Und man darf sich auch mal helfen lassen, finde ich. Solange es den Helfenden nicht in Gefahr bringt. Also beim Einparken und solchen Sachen. 😄

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    1. Liebe Regine, wir sitzen also im selben Boot. Du hast meinen absoluten Respekt, dass du die Autobahn so gut gemeistert hast! Und den Parkplatz vorher auszukundschaften, ist sowieso die beste aller Methoden!😇 Da bin ich ganz bei dir. Liebe Grüße!

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  2. Puh. Es mag jetzt ziemlich großspurig klingen, aber wenn du solch massiven Ängsten unterliegst, solltest du das Autofahren vielleicht besser einstellen. Häufig sind nämlich die unsicheren Autofahrer die, die die Unfälle durch ihr unsicheres und zögerliches Fahren provozieren. Das ist wirklich nicht böse gemeint und ich kann deine Ängste sogar verstehen. Aber es nutzt ja nichts, denn gerade der Straßenverkehr wird immer rabiater und aggressiver und du bringst dadurch ja nicht nur dich in Stress, sondern dich und andere Verkehrsteilnehmer auch in Gefahr. Und das nicht nur auf Autobahnen. :-/
    Alternativ nochmal ein paar Fahrstunden nehmen, um an Sicherheit dazu zu gewinnen – wäre das keine Möglichkeit? 🙂
    LG Bea

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    1. Ich verstehe gut, was du meinst, liebe Bea. Aber keine Sorge, so verzagt und damit Gefahren provozierend bin ich gar nicht unterwegs. Ich vermeide genau aus diesem Grund Autobahnen, weil ich mich da eben nicht ausreichend sicher fühle. Sollte die AB irgendwann doch nochmal zu meinem Pflichtprogramm gehören, nehme ich vorher Übungsstunden. Wenn die Fahrschule das (immer noch) nicht anbietet, dann mit dem Gatten.🙂
      Was die Gefahren angeht, erlebe ich hingegen immer wieder Beispiele von rücksichtslosen, sehr entschlossen die Vorfahrt nehmenden, nicht blinkenden Fahrern und Fahrerinnen. Mit denen gibt es hier bei uns eindeutig mehr Probleme.
      Ich fahre in meiner Komfortzone übrigens sehr gern Auto. Ohne Auto wäre es hier bei uns in der Provinz auch gar nicht möglich, zur Arbeit zu kommen oder die Kinder zur Schule und ihren Aktivitäten zu bringen.
      Hab ein sonniges Wochenende, liebe Bea!

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      1. Das meinte ich ja, als ich schrieb, dass der gesamte Straßenverkehr immer rücksichtsloser und aggressiver Auto fährt. Und da ist man als unsicherer Fahrer nochmal mehr verängstigt.
        :-/
        Allzeit gute Fahrt, liebe Anke. Hab auch du ein sonniges Wochenende,
        🌞
        liebe Grüße Bea

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  3. Meinen Führerschein habe ich 1989 für 130 DDR Mark gemacht und musste seither immer mutiger werden, weil die Fahrkünste meines Mannes schwer zu ertragen sind. Am Dienstag geht es nach Österreich überwiegend über die Autobahn. Den kleinen Angsthasen hatte ich auch sehr gern. Er war mir nahe, weil ich ein sehr, sehr ängstliches Kind war. Außerdem mochte ich von Elisabeth Shaw „Bettina bummelt“. 😉

    Liebe Grüße

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    1. Dann wünsche ich dir eine gute, stressfreie Fahrt und einen erholsamen Urlaub! Elisabeth Shaws Kinderbücher sind wunderbar und zeitlos. Schön, dass du deine ganz spezielle Geschichte hattest.😉
      Liebe Grüße an dich!

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  4. Liebe Anke, du kannst dir gar nicht vorstellen, wie gut ich bei deiner Geschichte mitfühlen konnte. Ich bin – was das Autofahren betrifft – leider nicht über mich hinaus gewachsen und fahre schon lange gar nicht mehr. Jedesmal, wenn ich neben meinem Mann im Auto sitze und wir auf der extrem kurzen Auffahrt in Wilmersdorf auf die Stadtautobahn fahren, denke ich: das könnte ich nie im Leben. Ich werde es jetzt auch nicht mehr ausprobieren – das wäre in meinem Alter auch viel zu gefährlich. Aber es gibt sicherlich noch viele andere Gelegenheiten bei denen ich über mich hinauswachsen kann 😉

    Liebe Grüße aus Berlin

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    1. Aber sicher doch!
      Danke, ich habe auch deine persönliche Führerschein-Geschichte (farbig hinterlegt verlinkt), gern gelesen. In einer Großstadt wie Berlin braucht man zum Glück kein Auto, um überall hinzukommen. Liebe Grüße!

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      1. Danke, dass du die beiden versehentlich hineingeratenen Links entfernt hast. Ich war unterwegs und habe auf dem Iphone nicht gesehen, was mir da passiert ist. Liebe Grüße

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    2. ich würde mich allerdings jederzeit bereit erklären, mit dir auf den Übungsplatz zu fahren oder gar auf richtigen (ruhigen) Straßen. Leider wohnt Anke soweit weg, sonst könnten wir das Auffahren auf die Autobahn zusammen trainieren.

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  5. Das ist doch super, liebe Anke! Klar, in der Situation war es sicher nicht so super, aber du wurdest förmlich ins kalte Wasser geschubst und bist sicher und heil wieder herausgeklettert. 😃 Und du hast gezeigt: Du kannst das!
    Ein Anfang für eine großartige Autobahn-Karriere ist gemacht. Ganz liebe Grüße, Eva

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    1. Danke, liebe Eva, für deine anspornenden Worte. Die Bequemlichkeit spielt Schissern wie mir leider gern in die Karten. Dabei kann ich, wenn ich muss. Das muss ich mir öfter vor Augen halten.
      Hab ein entspanntes Wochenende!

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  6. Liebe Anke, eine reizende Hasengeschichte! Auch Deine Geschichte habe ich mit Spannung gelesen. Ich bin nur Mitfahrerin, ich habe keinen Fahrschein, finde aber, dass ich dadurch etwas verpasst habe in meinem Leben. Wenn ich allerdings den Verkehr auf stark befahrenen Autobahnen sehe, verstehe ich meinen Mann, dass ihm das Autofahren nicht mehr viel Spass macht – tatsächlich braucht es heutzutage Nerven wie Stahl. Ich kenne ein paar Frauen, die Autobahnen generell meiden. Weiterhin gute Fahrt! Liebe Grüsse, Elisa

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    1. Danke, liebe Elisa. Meine Mutter fand es auch schade, nie Auto gefahren zu sein. Ich bin froh, dass ich den Führerschein damals gemacht habe (und sogar als Ausländerin in Italien 💪😇) und fahre gern dort, wo ich mich sicher fühle. Ganz ohne eigenes Auto ginge es hier bei uns in der Provinz nicht, ohne Autobahn schon.
      Deinem Mann wünsche ich immer gute Nerven! Liebe Grüße an dich!

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  7. Und ich dachte immer, mediterrane Fahrweise besteht zu einem Stück generell aus „Augen zu und durch“ 🙂

    Toll, aber wie mutig Du dann den Heimweg angetreten bist. – Gibt es denn die Möglichkeit, mal „außer Konkurrenz“ ein oder zwei Fahrstunden auf der Autobahn zu buchen? Ich hatte damals nachdem ich meinen Lappen gemacht hatte, noch eine Stunde auf nem Automatik genommen, nachdem ich auf Schaltwagen gelernt hatte, der Wagen meiner alten Dame aber ein Automatik gewesen ist. (Sie hatte ihren Lappen übrigens mit 58 gemacht).

    Die Hasengeschichte ist bestimmt ganz schön, wenn man sie selbst liest oder in der richtigen Ansprechhaltung vorgelesen kriegt.

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    1. Ich werde mal sehen, ob ich mich dann bei der Tochter mit in die Fahrstunden schmuggle … wenn mittlerweile Autobahnfahrten dazugehören. Aber wenn man die Italiener im Kreisverkehr erlebt, muss man annehmen, der gehört auch nicht ins Ausbildungsprogramm. 🙄
      Automatik ist ein gutes Stichwort. Braucht man die? Für lange Autobahnfahrten womöglich, ich schalte ausgesprochen gern auf meinen Kurzstrecken. 😄

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  8. In der Geschichte finde ich mich natürlich direkt wieder beziehungsweise: dann eben doch nicht, weil du dich ja zu fahren traust (seit neuestem sogar auf der Autobahn, wenn auch unfreiwillig!) und ich mich gar nicht! Herrje, im Urlaub habe ich jetzt doch ganz schön viel darüber nachgedacht, ob ich dieses Projekt nicht endlich mal wieder in Angriff nehmen sollte. Insofern hat mir deine Geschichte richtig Mut gemacht. Und ich kann nur sagen: Brava, liebe Anke!
    PS Das Foto ist super-süß! 🙂

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    1. Danke. 😊
      Wärst du im Urlaub gern gefahren? Ich verstehe gut, dass es in einer Großstadt wie Berlin auch ohne Auto geht, das trägt sicher zu deiner Resistenz bei. Du brauchst einen Ansporn, „the reason why“, wie man so schön sagt. Ich bleibe jedenfalls zuversichtlich, bei dir irgendwann zu lesen: „Immer wieder: Autofahren wie ein Weltmeister.“ 😉 Liebe Grüße!

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      1. Naja, „gern gefahren“ würde ich nicht gerade sagen. Aber manchmal fühle ich mich ein bisschen schlecht, weil mein Mann die ganzen Kilometer schrubben muss. Und im nächsten Atemzug fühle ich mich auch recht unselbstständig. Ein bisschen so wie das kleine Frauchen, das eben nicht selbst Auto fährt, sondern sich chauffieren lässt. 😦
        Aber ich bin ganz bei dir: Irgendwie brauche ich diesen Grund. Ich hoffe, der findet sich irgendwann mal. Vielleicht muss ich ihn ja auch suchen.
        Liebe Grüße zurück!

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      2. … und dann gibt es noch das Problem mit der Automatik. Die habe ich nicht im Repertoire. Deshalb kann auch ich mich auf Reisen, die wir normalerweise mit seinem Auto machen, nicht mit meinem Mann abwechseln und sitze wie du als die Chauffierte daneben. Das ist ihm im Grunde aber recht, er würde als Beifahrer bei mir nervlich zu sehr leiden (meint er). Ich beneide Paare, die diese Probleme nicht haben und sich locker gegenseitig abwechseln können, egal in welchem Wagen.

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  9. Ich habe deinen Beitrag mit großem Vergnügen gelesen. Ich bin sozusagen mit im Auto gewesen, so wunderbar hast du die Situation beschrieben. Du glaubst gar nicht, wie viele Menschen ich kenne, denen es ähnlich geht wie dir. Danke für diesen Text mit den kleinen Details aus deinem Seelenleben. Und dann noch die Kontrolle durch den Gatten! Heutzutage hat man und auch Frau es schwer. Nichts bleibt verborgen.

    Herzliche Grüße aus Berlin, Roswitha

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    1. Danke, liebe Roswitha. Ja, die Gatten sind nicht unbedingt hilfreich, denn auch als Beifahrer kritisieren sie ständig, statt einem gut zuzusprechen. Ich sage das mal so im Plural, obwohl ich natürlich genaugenommen nur aus eigener Erfahrung mit einem Gatten sprechen kann.😉
      Herzliche Grüße nach Berlin!

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