Verrückt

Diesen Sommer ist alles zu viel, denke ich, als ich schwitzend die alten Schulbücher durch die heiße Stadt schleppe. Zu viele Schulbücher, in manche haben unsere Mädchen kaum hineingeschaut. Ich verfluche das System und freue mich, wenn ich ein paar Euro im An- und Verkauf herausschlagen kann. Dabei geht es mir eigentlich um etwas anderes.

Süditalien in der Lombardei

Auch die größte Hitze macht aus einer Schattenkönigin wie mir keine Freibadgöttin. Da müssen schon stärkere Geschütze aufgefahren werden. Wieder ist es der Sport, der mich aus der Komfortzone lockt. Und ein Pizzaessen, viel zu spät am Abend, aber in guter Gesellschaft. In Sachen sommerlicher Lebensfreude wäre ich gerne ein bisschen mehr Terrona.

Olympische Randnotizen

Sport im Zeichen der fünf Ringe begeistert selbst die, die nicht mit allen Sportarten vertraut sind. Kleine Geschichten am Rande des Groβereignisses wie die von Mario Gargiulo oder Emilien Jacquelin zeigen, wie Sport über Jahrzehnte und Ländergrenzen hinweg verbindet. Und sogar vom Sofa aus kann man den Weltklasse-Athleten nahe sein: dank eines gemeinsamen Hobbys.

Und weiter geht’s …

Abwarten und Tee trinken, wurde mir kürzlich empfohlen, und in der betreffenden Angelegenheit mag die Empfehlung sogar Sinn haben. Dabei hasse ich Zwangspausen. Aber wenn es an einem Ende hapert, lässt sich am anderen vielleicht etwas bewegen. In meinem letzten Text des Jahres geht es ums Loslassen und Festhalten. Aber vor allem ums Weitermachen.

Altmodisches zum Fest

Als ich Kind war, kam am ersten Weihnachtstag der Startschuss zum Kartoffeln Aufsetzen aus dem Fernsehen. Es war auch außerhalb der Feiertage eine Zeit, in der wir noch feste Abmachungen einhielten und das Essen zum vorher bestimmten Zeitpunkt auf dem Tisch stand. Und heute? Sollen Köche auf Zuruf arbeiten. Ein Plädoyer für mehr Respekt.

Maskenzeit

Ich finde, es gibt heute zu viele Weihnachtsmänner. Sie besuchen Kindergärten, laufen durchs Einkaufszentrum oder einfach nur durch die Gegend. Fällt es den Kindern da leichter, an den einen zu glauben? Warum es manchmal die Hände sind, die einen verkleideten Geschenkebringer entlarven und wie wir es in Italien mit der Bescherung hielten, erfahrt ihr hier.

Kopfsache

Wenn ein großer Bahnhof auch ständige Baustelle ist, wird die Orientierung zur Herausforderung. Ich habe meine ganz eigene Philosophie entwickelt, um mir die Lust am Reisen nicht verderben zu lassen. Mit dem „Tutto andrà bene“-Mantra behält man in Italien die Nerven, sogar beim Umsteigen in Milano Centrale.

Herbstgedanken

Erste Elternversammlung, neue Schule. Immer wieder das gleiche Spiel. Ich fühle mich wie ein Alien. Eigentlich nehme ich das locker, und trotzdem wiegt mit den Jahren der Verlust der sozialen Zugehörigkeit als Preis der Freiheit schwerer. Digitale Verbindungen mit Freundinnen sind gut, aber wäre es nicht schöner, die gemeinsame Vergangenheit auch zu leben?

Immer wieder Bologna

Mit Vorfreude bin ich vorsichtig, und tatsächlich stand ein Wochenende in Bologna kurz vor Reisebeginn plötzlich auf der Kippe. Doch manchmal sind es gerade Hindernisse und Schwierigkeiten, die ein Erlebnis unvergesslich machen. Für mich war es eine längst fällige Rückkehr in die Stadt, die mein Italiengefühl wie keine andere geprägt hat.

Dresden Gittersee

Wenn einer eine Reise tut, dann braucht er was zu lesen. In der Buchhandlung am Flughafen Malpensa erwartet gelangweilte Fluggäste ein spannendes Angebot. Ich hätte nie gedacht, dass ich ein Buch zum vollen Preis kaufe, ohne den Titel zu kennen. Aber sie haben mich gekriegt: mit einem Überraschungspaket für den Flug von Mailand nach Dresden.