Oh Ostpaket

Natale und Weihnachten zusammen. Geht nicht? Und ob! Genau das ist die Herausforderung, der ich mich jedes Jahr gerne stelle. In meiner ersten Zeit in Bella Italia hatte ich die fantastische Gelegenheit, in Kalabrien einem süditalienischen Natale wie es im Buche steht beizuwohnen. So ein Natale, wo man am 24. Dezember gegen 17.00 Uhr mit„Oh Ostpaket“ weiterlesen

Von Redensarten und Lebenskunst

Der Italiener und die Kunst, sich zu arrangieren: Ist Kompromissbereitschaft eine Schwäche oder Lebensweisheit? Macht es Sinn, immer bis aufs Blut auf seiner Meinung zu bestehen, oder kann man auch mal so tun, als wäre alles nicht so kriegsentscheidend. Am Ende ist es das nämlich vielleicht gar nicht, und wir haben uns nur das Leben schwer gemacht.

My Radio

„Anke, in Varese ist es jetzt 8.00 Uhr.“ Ich bin mit dem Auto auf dem Weg ins Büro und starre entgeistert aufs Display im Cockpit. Das kann doch nicht, … der weiß doch wohl nicht, … die haben doch nicht etwa mich gemeint? Längst ist der Sprecher zu den Nachrichten übergegangen, denen ich kaum Gehör„My Radio“ weiterlesen

Doot uff Laatschn

„Il tuo aspetto oggi è un po’ … cadaveresco!“ Dass es sich bei der hämisch grinsenden Bemerkung meiner Kollegin nicht um ein Kompliment handelte, war mir angesichts meiner physischen Verfassung klar. „Come, prego?“ „Was meinst du?“, fragte ich irritiert. „Intendevo, che sei un po’ pallidina oggi.” „Ich meinte, du bist ein wenig blass heute.“ Nach„Doot uff Laatschn“ weiterlesen

Allein mit Adriano

Mein heimliches Verhältnis mit einem Italiener begann bereits, als ich von Italien noch nicht einmal träumen durfte. Ausgerechnet aus der ehemaligen Sowjetunion stammt das Erinnerungsstück, das womöglich meine frühe, kindlich unschuldige Verbundenheit angeregt hat. Anfang der 80er-Jahre erhielt ich von meiner Brieffreundin Irina aus Rostow am Don ein Fan-Bild von Adriano Celentano. Es begleitet mich„Allein mit Adriano“ weiterlesen

Termingeschäfte

Immer wenn ich nach Deutschland reise, stelle ich fest, wie gut die Deutschen es haben. Sie wissen es nur nicht. Da ist zum Beispiel die Sache mit den Ärzten. Nein, nicht die unsterblichen Berliner Punkrocker, ich spreche von der medizinischen Versorgung. Mein Mann sagt immer: Wenn es dir in Italien mal richtig schlecht geht, ist„Termingeschäfte“ weiterlesen

La Pizza – eine kulinarische Zeitreise

„Mai Dire Pizza“, so nennen sich viele Pizzerien in Italien. Sage nicht Pizza, wenn es keine ist, möchte man all denen zurufen, die überall in der Welt ähnliche Ofengebäcke in abenteuerlichen Konsistenzen und Geschmacksverirrungen anbieten. Lest hier meine Erinnerungen an verschiedene Interpretationen der italienischen Kultspeise.

Glücksprognosen

Der Italiener und der Aberglaube: Wenn man ins Ausland zieht, sollte man mit der Sprache am besten gleich vorsorglich etwas über landestypischen Aberglauben lernen. Dann könnte man vermeiden, ins erstbeste Fettnäpfchen zu treten, wie es mir mit einer italienischen Kollegin im Büro passiert ist.

Das Ende des Sommers 2001

In diesen Tagen denke ich an die Ereignisse vor zwanzig Jahren zurück. Im Privaten zufrieden schmunzelnd, denn damals begann ein neuer, mein italienischer Lebensabschnitt. Was die Welt betrifft, brachte der 11. September 2001 einen katastrophalen Einschnitt. Die prompte Reaktion unseres Arbeitgebers schürte die Verunsicherung noch zusätzlich.

Fremdeln

Wenn ein Kleinkind sich hinter der Mutti versteckt, weil es den geliebten Opa nach knapp zwei Wochen kaum wiedererkennt, dann nennt man das Fremdeln. Klar, für das Kind sind zwei Wochen eine gefühlte Ewigkeit. In diesen Tagen ist auf das kleine Wesen so viel Neues eingestürmt, neue Gesichter, neue Worte, neue Gerüche, dass die Erinnerungen„Fremdeln“ weiterlesen