No Stress, Baby!

Stau, schon einen halben Kilometer vor der Grenze. Das wird wohl wieder nichts mit pünktlich stechen. Gestern, heute, jeden Morgen das Gleiche. Dabei fahre ich gern ins Büro. Anderthalb Jahre und dann noch mal zwei Monate Homeoffice haben mir die Einsicht gebracht: So gut es sich am Anfang anfühlte, einen auf Freelancer zu machen, die„No Stress, Baby!“ weiterlesen

Der Duft nach Sommer

Wenn der weiße Flieder … nein, Jasmin, wieder blüht, dann denke ich an mein allererstes Italienerlebnis zurück. Es war Mitte der 90er-Jahre, als ich im Juni zwei Wochen Urlaub auf der Insel Elba verbrachte. Der süßliche, fast vanilleartige Duft prägte sich damals tief in meine olfaktorische Erinnerung ein. Wir wohnten in einer Bungalowsiedlung am Meer,„Der Duft nach Sommer“ weiterlesen

Parksünden

Mit dem Parken ist es in Italien so eine Sache. Es braucht oft Geduld, einen Platz zu finden, nicht selten Geschick, sich da einzufädeln, und hin und wieder die Frechheit, sich auch mal in die zweite Reihe zu stellen. Nur für einen Moment, versteht sich. In Italien wird das Nervenkostüm deutscher Autofahrer in Parkplatzangelegenheiten ähnlich„Parksünden“ weiterlesen

Frühstück ist fertig!

„Warum gibt es dieses Bauernfrühstück bei uns eigentlich immer am Abend?“, fragt unsere Kleine beim Abendessen. Die Leib- und Magenspeise meines Vaters ist eine der wenigen deutschen Gerichte, die ich meiner italienischen Familie regelmäßig serviere.  Einfach, praktisch, lecker. Nicht superschnell, aber auch nicht allzu aufwändig. Alles passt in eine Pfanne. So ein Hauptgericht gelingt sogar„Frühstück ist fertig!“ weiterlesen

Von Amore und Pazienza

Sommer 1998. Ich sitze auf meinem kleinen Balkon in Leipzig. Vor mir auf dem Tisch das Wörterbuch, ein Schreibblock und ein Stift. Ich habe mir in den Kopf gesetzt, dieses Lied zu übersetzen, den Text wenigstens im Ansatz zu verstehen. Schließlich kann ich schon ein wenig Italienisch, weiß, dass TVB für „Ti voglio bene“, „Ich„Von Amore und Pazienza“ weiterlesen

Andere Zeiten

Gestern fuhr ich nach der Arbeit schnell zum Tanken. Das erledige ich aus Gewohnheit in der Schweiz, auch wenn es preislich keinen Vorteil mehr bedeutet. Ebenfalls aus Gewohnheit trug ich beim Betreten der Tankstelle meinen Mund-Nasen-Schutz. Gewohnheitsmäßig stieß ich die Tür mit dem Ellenbogen auf, grüßte freundlich die Kassiererin gleich neben dem Eingang, um wie„Andere Zeiten“ weiterlesen

Oh Ostpaket

Natale und Weihnachten zusammen. Geht nicht? Und ob! Genau das ist die Herausforderung, der ich mich jedes Jahr gerne stelle. In meiner ersten Zeit in Bella Italia hatte ich die fantastische Gelegenheit, in Kalabrien einem süditalienischen Natale wie es im Buche steht beizuwohnen. So ein Natale, wo man am 24. Dezember gegen 17.00 Uhr mit„Oh Ostpaket“ weiterlesen

Von Redensarten und Lebenskunst

Der Italiener und die Kunst, sich zu arrangieren: Ist Kompromissbereitschaft eine Schwäche oder Lebensweisheit? Macht es Sinn, immer bis aufs Blut auf seiner Meinung zu bestehen, oder kann man auch mal so tun, als wäre alles nicht so kriegsentscheidend. Am Ende ist es das nämlich vielleicht gar nicht, und wir haben uns nur das Leben schwer gemacht.

My Radio

„Anke, in Varese ist es jetzt 8.00 Uhr.“ Ich bin mit dem Auto auf dem Weg ins Büro und starre entgeistert aufs Display im Cockpit. Das kann doch nicht, … der weiß doch wohl nicht, … die haben doch nicht etwa mich gemeint? Längst ist der Sprecher zu den Nachrichten übergegangen, denen ich kaum Gehör„My Radio“ weiterlesen

Doot uff Laatschn

„Il tuo aspetto oggi è un po’ … cadaveresco!“ Dass es sich bei der hämisch grinsenden Bemerkung meiner Kollegin nicht um ein Kompliment handelte, war mir angesichts meiner physischen Verfassung klar. „Come, prego?“ „Was meinst du?“, fragte ich irritiert. „Intendevo, che sei un po’ pallidina oggi.” „Ich meinte, du bist ein wenig blass heute.“ Nach„Doot uff Laatschn“ weiterlesen