Wenn ich Made in Italy höre, denke ich an wohldesignte Schuhe, gut abgehangenen Schinken, elegante Mode und schöne Möbel. Das alles darf auch gefeiert werden, aber nicht, um sich auf den Lorbeeren von Leonardo da Vinci auszuruhen.
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Am Broadway in Varese
Als Kind tanzte ich selbst auf Brettern, die für mich die Welt bedeuteten. Später gönnte ich mir Musicals aus der Besucherinnenperspektive, wo immer sich die Gelegenheit bot. Neuerdings verführe ich meine Töchter zu gemeinsamen Erlebnissen am Musiktheater. Mein Mann hat seinen großen Auftritt als Verführer schon hinter sich.
Chronologie eines Filmabends
Szenen einer Ehe, auf und vor dem Bildschirm: Manchmal muss man den Partner zu seinem Glück zwingen. Ihn dazu motovieren, kulturelle Vorurteile beiseitezuschieben und sich auf einen gemeinsamen Fernsehabend einzulassen, obwohl der Film nicht ins beliebte Komödienschema passt. Wer weiß, wofür es gut ist.
Verabredungen
Der Italiener und die (Un-)Verbindlichkeit: Wenn ich Gäste einlade oder mich verabrede, plane ich das gern ein paar Tage im Voraus. Das finde ich nicht nur angenehmer für mich, sondern taktvoll den Eingeladenen gegenüber. In Italien komme ich mit meiner preußischen Planung nicht sehr weit.
Ein Nachmittag im Waschsalon
Fast hätte ich mich mit unserer smarten Waschmaschine doch noch angefreundet. Dann spielte sie uns diesen üblen Streich, teilte uns in schlauen Worten mit, dass etwas mit dem Wasseranschluss nicht stimme. Wir sollten den überprüfen. Die Wartezeit auf den Service überbrückte ich mit einem Besuch im Waschsalon.
Winterzauber am Lago
Zwischen den Jahren erfüllt so manchen im Sommer überlaufenen Ort am See ein besonderer Zauber. Wir haben das Privileg, in der norditalienischen Seengegend zu wohnen. Dabei lohnt es sich auch für eine Kurzreise, meine ich. Schaut und lest selbst und lasst euch inspirieren!
Socken für die Vorderfüße
Wenn man zweisprachig lebt, wird man sich der Kuriosität mancher Begriffe oder Redewendungen ständig bewusst, weil man sie in den beiden Sprachen vergleicht. Zwischen mir und meinen Töchtern sorgt das so manches Mal für Erheiterung und immer für eine schöne Art von komplizenhafter Verbundenheit.
Kein Anschluss an diesem Gate
Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben, Teil zwei: Frankfurt Airport, Freitagnacht. Wie ich das unnützeste Kompliment meines Lebens erhielt, neue Lektionen für eine Nacht im Flughafenhotel lernte und eine Bekanntschaft machte, die mir den Abend rettete.
Supermann
Warum ich beim Fensterputzen neuerdings ans Einkaufen denke und mich im Supermarkt in einer bestimmten Abteilung am liebsten unsichtbar machen würde, davon erzähle ich heute. Und ja, es hat mit einem Mann zu tun.
Cambio Armadio
Zweimal im Jahr das gleiche Spiel: Ich räume den Kleiderschrank aus und wieder ein. Das nennt sich in Italien „Cambio Armadio“. Da ich nicht ständig einen neuen und größeren Schrank kaufe, muss ich beim Inhalt aufpassen, dass er immer auf dem neuesten Stand ist. Warum das auch bedeuten kann, dass einzelne Teile schon sehr viele solcher Umzüge mitgemacht haben, davon erzähle ich hier.