Mit anderen Worten

Words don’t come easy. Von diesem Gefühl kann ich ein Lied singen, seit ich in Italien lebe, und es bezieht sich im Gegensatz zum Song aus den Achtzigern nicht auf Liebesdinge. Dabei glaube ich, mehrere Sprachen zur Auswahl zu haben ist ein Glück. Die Chancen, das passende Wort zu finden, stehen mindestens doppelt so hoch.

Plaudereien aus dem Nähkästchen

Wie kann eine, die im Sommerschlussverkauf nie etwas kauft oder nur mal ein Tuch, das sie dann nie trägt, zu einer werden, die sich ein Kleid maßschneidern lässt? Vermutlich liegt es daran, dass eine freundliche Sizilianerin zu ihrer Schneiderin des Vertrauens und Wahlverwandten für Familiengeschichten geworden ist.

Frohen Feierabend, Italy!

Wenn ich Made in Italy höre, denke ich an wohldesignte Schuhe, gut abgehangenen Schinken, elegante Mode und schöne Möbel. Das alles darf auch gefeiert werden, aber nicht, um sich auf den Lorbeeren von Leonardo da Vinci auszuruhen.

Am Broadway in Varese

Als Kind tanzte ich selbst auf Brettern, die für mich die Welt bedeuteten. Später gönnte ich mir Musicals aus der Besucherinnenperspektive, wo immer sich die Gelegenheit bot. Neuerdings verführe ich meine Töchter zu gemeinsamen Erlebnissen am Musiktheater. Mein Mann hat seinen großen Auftritt als Verführer schon hinter sich.

Chronologie eines Filmabends

Szenen einer Ehe, auf und vor dem Bildschirm: Manchmal muss man den Partner zu seinem Glück zwingen. Ihn dazu motovieren, kulturelle Vorurteile beiseitezuschieben und sich auf einen gemeinsamen Fernsehabend einzulassen, obwohl der Film nicht ins beliebte Komödienschema passt. Wer weiß, wofür es gut ist.

Verabredungen

Der Italiener und die (Un-)Verbindlichkeit: Wenn ich Gäste einlade oder mich verabrede, plane ich das gern ein paar Tage im Voraus. Das finde ich nicht nur angenehmer für mich, sondern taktvoll den Eingeladenen gegenüber. In Italien komme ich mit meiner preußischen Planung nicht sehr weit.

Ein Nachmittag im Waschsalon

Fast hätte ich mich mit unserer smarten Waschmaschine doch noch angefreundet. Dann spielte sie uns diesen üblen Streich, teilte uns in schlauen Worten mit, dass etwas mit dem Wasseranschluss nicht stimme. Wir sollten den überprüfen. Die Wartezeit auf den Service überbrückte ich mit einem Besuch im Waschsalon.

Winterzauber am Lago

Zwischen den Jahren erfüllt so manchen im Sommer überlaufenen Ort am See ein besonderer Zauber. Wir haben das Privileg, in der norditalienischen Seengegend zu wohnen. Dabei lohnt es sich auch für eine Kurzreise, meine ich. Schaut und lest selbst und lasst euch inspirieren!

Socken für die Vorderfüße

Wenn man zweisprachig lebt, wird man sich der Kuriosität mancher Begriffe oder Redewendungen ständig bewusst, weil man sie in den beiden Sprachen vergleicht. Zwischen mir und meinen Töchtern sorgt das so manches Mal für Erheiterung und immer für eine schöne Art von komplizenhafter Verbundenheit.

Kein Anschluss an diesem Gate

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben, Teil zwei: Frankfurt Airport, Freitagnacht. Wie ich das unnützeste Kompliment meines Lebens erhielt, neue Lektionen für eine Nacht im Flughafenhotel lernte und eine Bekanntschaft machte, die mir den Abend rettete.