Das verflixte zweite Mal

Wer wird nicht zum Wiederholungstäter, wenn es an einem Ort einmal wunderschön war? Auch wenn ich gerne Neues kennenlerne, gehe ich für bestimmte Unternehmungen auf Nummer sicher. Schade, dass die Rechnung manchmal ohne den Wirt gemacht wird. Oder ohne das Personal, das zufällig Dienst und einen schlechten Tag hat.

Für die Ewigkeit

Besuchte ich bisher vornehmlich Auftritte italienischer Musiker*innen, die ich schon vor meinem Umzug in ihr Land verehrte, folgte ich diesmal einer Intuition und buchte Karten für ein Konzert, bei dem ich nicht mitsingen konnte. Wie ich zum Fan eines Künstlers wurde, dem ich aus unerfindlichen Gründen die kalte Schulter gezeigt habe, lest ihr hier.

Dem Himmel so nah

Anderer Ort, neue Perspektive! Wechsle den Platz am Esstisch daheim, tausche den Schreibtisch mit dem Kollegen im Büro ‒ du wirst überraschende Erfahrungen machen. Das gilt auch fürs Workout: Warum rennst du deine Runde nicht einmal andersherum oder gehst zur Gymnastik an die frische Luft? Ich habe mein blaues Wunder erlebt. Im positiven Sinn.

Überraschung!

Wenn der Postmann zweimal klingelt, dann sind wir in einem US-amerikanischen Filmdrama. Wenn eine Frau, nicht von der Post und nicht vom großen Onlineversand, an einem Samstag in aller Frühe an der Türe läutet, frage ich mich, was sie will. Von mir, die ich noch im Schlafanzug mein wohlverdientes Wochenendfrühstück genieße.

Hoffnung auf Erlösung

Ich habe es getan! Nach dem hier bereits besprochenen Autorenabend in Varese holte ich mir Daniele Mencarellis autobiografischen Roman „Tutto chiede salvezza“. In der psychiatrischen Abteilung eines Krankenhauses lernen wir in seinem poetischen, feinfühligen Text etwas über das Leben und den Wert der Freundschaft, mit der die Verrückten sich intuitiv leichter tun als wir Normalen.

Streit wegen Stalin

In „Eine italienische Familie“ erzählt Franca Magnani von ihren Erfahrungen als junge Exil-Italienerin während des Faschismus und von der Rückkehr ins Italien der Nachkriegszeit. Mit Humor und Empathie für Familie, Freunde und Weggefährten geht die Autorin der Komplexität kultureller Identität auf die Spur und macht Geschichte lebendig. Da ziehen sogar Instagram und TikTok den Kürzeren.

Ein Porsch!

Freche Sprüche in Werbespots sind mit Vorsicht zu genießen. Klamauk und Klischee lassen grüßen und gehen in den meisten Fällen nach hinten los. Manchmal kann ein Slogan aber selbst zum geflügelten Wort werden. Zum Beispiel, wenn er eine (un)passende Antwort auf eine Frage gibt, die im Alltag häufig gestellt wird.

Lesen! Aber wie und wo?

Mit Wehmut denke ich an Zeiten zurück, als ich meinen Mädchen abends eine Gutenachtgeschichte aus deutschen Kinderbüchern vorlesen durfte. Jetzt machen wir es andersherum: Die Jüngste liest mir aus einem italienischsprachigen Buch vor. Nicht zum Einschlafen, zum Stricken! Davon und warum mir Lesespaziergänge zu gefährlich sind und auch Hörbücher kein Glück brachten, erzähle ich hier.

Der Gutschein

Schnäppchen verzweifelt gesucht. Eine italienische Modekette erinnerte mich in den letzten Wochen mehrmals in großen E-Mail-Lettern daran, einen Gutschein einzulösen, bis ich mich breitschlagen ließ. Ich gönnte mir einen Besuch im Shop, schaute alles durch, probierte vieles an … und kaufte nichts. Inspiration habe ich mir trotzdem geholt. Zum Selbermachen!