Luino, Lago Maggiore

Auf den Spuren des italienischen Schriftstellers Piero Chiara wandeln wir in dessen Geburtsort Luino auf der lombardischen Seite des Lago Maggiore. Das pittoreske Städtchen mit seinen romantischen Altstadtgassen und der bilderbuchhaften Uferpromenade bildet die Kulisse für Chiaras zweiten Roman „La spartizione“.

Francobolli

Ich gebe zu, in manchen Dingen altmodisch zu sein. So schreibe ich hin und wieder Briefe und Karten, um sie auf schrecklich traditionellem, postalischem Weg zu versenden. Meine selbstgeschriebene Post möchte ich ins Ausland schicken, nach Deutschland zu Verwandten oder in andere europäische Länder, wo es einige Freundinnen hin verschlagen hat. Der Kauf von Francobolli„Francobolli“ weiterlesen

Von Amore und Pazienza

Sommer 1998. Ich sitze auf meinem kleinen Balkon in Leipzig. Vor mir auf dem Tisch das Wörterbuch, ein Schreibblock und ein Stift. Ich habe mir in den Kopf gesetzt, dieses Lied zu übersetzen, den Text wenigstens im Ansatz zu verstehen. Schließlich kann ich schon ein wenig Italienisch, weiß, dass TVB für „Ti voglio bene“, „Ich„Von Amore und Pazienza“ weiterlesen

Komm mir nicht mit Mimosen

Die Italienerinnen und der Frauentag: Alle Jahre wieder hält am 8. März eine olfaktorische Zumutung in Büros und Wohnungen Einzug. Mir macht man damit keine Freude. Und mit dem Tag an sich kann ich auch nicht so viel anfangen. Jedenfalls nicht damit, wie die Festa della Donna hier gefeiert wird.

Andere Zeiten

Gestern fuhr ich nach der Arbeit schnell zum Tanken. Das erledige ich aus Gewohnheit in der Schweiz, auch wenn es preislich keinen Vorteil mehr bedeutet. Ebenfalls aus Gewohnheit trug ich beim Betreten der Tankstelle meinen Mund-Nasen-Schutz. Gewohnheitsmäßig stieß ich die Tür mit dem Ellenbogen auf, grüßte freundlich die Kassiererin gleich neben dem Eingang, um wie„Andere Zeiten“ weiterlesen

Der Mond von Kiew

Im Bücherschrank unserer Kinder fand ich ein weiteres Gedicht von Gianni Rodari, das in diesen Tagen in Italien oft zitiert wird. Ich möchte es, wie schon „Promemoria“, gern mit euch teilen. La luna di Kiev di Gianni Rodari   Chissà se la luna di Kiev è bella come la luna di Roma, chissà se è„Der Mond von Kiew“ weiterlesen

Promemoria

Promemoria di Gianni Rodari   Ci sono cose da fare ogni giorno: lavarsi, studiare, giocare preparare la tavola, a mezzogiorno.   Ci sono cose da fare di notte: chiudere gli occhi, dormire, avere sogni da sognare, orecchie per sentire.   Ci sono cose da non fare mai, né di giorno né di notte né per„Promemoria“ weiterlesen

Das Leben ist kein Wunschkonzert

Manchmal passt allerdings ein Stück Musik wie der Deckel auf den Topf, in dem es brodelt. Und das, was gerade gekocht wird, bekommt erst die richtige Würze. Auch wenn die meisten Menschen heutzutage vermutlich am liebsten die Musik hören, die sie sich bei Spotify als Playlist zusammengestellt haben, bin ich ein Freund des Radios. Musik„Das Leben ist kein Wunschkonzert“ weiterlesen

Im Schilderwald

Der Italiener und Verbote: Ein Verbotsschild macht in Italien noch keine Regel, und Vorschriften sind nicht viel mehr als Empfehlungen? Starker Tobak, das zu behaupten. Aber es gibt durchaus die Tendenz, die Sinnhaftigkeit von Verboten anzuzweifeln. In einem Fall habe ich mich da auch schon italienisiert.