Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben, so heißt es. Wenn es eine Flugreise ist und sie eine Zwischenlandung beinhaltet, bin ich in letzter Zeit auf alles gefasst. Die Zahnbürste gehört in jedem Fall ins Handgepäck!
Kategorie-Archive: La Deutsche Vita Italiana
Schön praktisch
Schön? Oder lieber praktisch? Der Mode, oder den eigenen Bedürfnissen folgen? Je älter ich werde, desto mehr reflektiere ich zu Sinn und Unsinn immer neuer Accessoires, bin überzeugt von zeitlosen Werten, aber doch nie ganz gefeit gegen die Verlockungen der italienischen Glitzerwelt. Ein besonders kompliziertes Verhältnis habe ich zu Handtaschen.
Das wird teuer
Zum Glück ist der Beginn eines neuen Schuljahrs auch von Vorfreude geprägt, und je älter die Kinder sind, desto spannender werden die Pausen. Zu meinen Zeiten war der Raumwechsel Pflicht, heute ist der Gang über den Flur die große Kür. Warum das schnell ins Geld gehen kann? Lest selbst!
Sonderwünsche
Was haben Schinken zur Melone, süße Teilchen zum Kaffee und ein Tisch im Restaurant zur schönen Aussicht gemeinsam? Heute geht es in meinem Text um Situationen, in denen wir unsere Vorlieben klar und deutlich kundtun dürfen. Ich tue mich schwer damit und kann von manchem Italiener etwas lernen.
Undercover
Ich denke, man sieht mir an, dass ich keine Italienerin bin. In Orten, wo im Sommer auch viele Deutsche Urlaub machen, bin ich eine von denen. Oder doch nicht? Ich schummele mich undercover unters italienische Volk. Gerade ging es mir in meinem Lieblingsferienort Alassio so.
Schönheit, die der Hitze trotzt
Und plötzlich sind sie da, links und rechts am Straßenrand: intensiv rosa, im Abendlicht purpurrot leuchtende Blüten an manchmal unscheinbaren Bäumchen. Ende Juli bin ich verzaubert wie im Frühjahr, wenn die Kirsch- und Mandelbäume blühen. Die rosarote Pracht im Hochsommer gab es immer, aber ich hatte sie nie zuvor so stark wahrgenommen wie im vergangenen Jahr.
Gipfelstürmer
Ich liebe Sonntagsausflüge! Den vor zwei Wochen nannte meine Tochter verheißungsvoll Exkursion. Ohne wissenschaftliche Zielsetzung, wohlgemerkt. Unser Ziel war es lediglich, die schnöden vier Wände zu verlassen und frische Luft in schöner Gegend zu schnappen. Als mir meine Tochter die Unternehmung vorschlug, konnte ich schwer nein sagen.
Wenn dein Alpha-Kind dich Boomer nennt
Neulich saß ich mit meiner Jüngsten auf dem Balkon. Es ging ungewöhnlich harmonisch zu, was wohl daran lag, dass wir uns auf einen gemeinsamen Zeitvertreib geeinigt hatten. Wir spielten Karten. Rommé ist eine der wenigen analogen Traditionen, die ich an meine Töchter weitergegeben habe. Leider geht es auch dabei nicht ohne Smartphone.
Carpe diem
Ich halte mich für unternehmungslustig und gebe den Italienern recht, wenn sie von „cogliere l’attimo“ sprechen und damit meinen, den Augenblick bestmöglich zu nutzen. So versuche ich beispielsweise immer, lästige Termine zur Belohnung mit einer angenehmen Aktivität zu verbinden. Vielleicht rührt das von einer frühen Kindheitserinnerung her.
Seeblick mit Regeln
Die sind aber deutsch hier, dachte ich mir neulich beim Besuch eines Restaurants am Ufer des Lago Ceresio. So heißt der Luganersee auf italienischer Seite. Zumindest haben sie sich auf die deutschen Gäste eingestellt. Vor dem Eingangstor, das fünf Minuten vor zwölf noch mit einer Kette versperrt ist, gibt eine Tafel Auskunft über die Zeiten, zu denen Gäste bewirtet werden. Mittags von 12 bis 14, abends von 18.30 bis 22 Uhr.