Da macht man sich trotz glühender Hitze auf den Weg, möchte bei den örtlichen Händlern kaufen, statt lieblos online zu bestellen – und steht vor verschlossenen Türen. Schilder, gedruckt oder handgeschrieben, kommunizieren nüchtern Betriebsferien oder werden sogar frech. Sie wünschen mir, die ich schweißtriefend davorstehe und nicht unterm Sonnenschirm am Strand liege, einen schönen Urlaub.
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Verrückt
Diesen Sommer ist alles zu viel, denke ich, als ich schwitzend die alten Schulbücher durch die heiße Stadt schleppe. Zu viele Schulbücher, in manche haben unsere Mädchen kaum hineingeschaut. Ich verfluche das System und freue mich, wenn ich ein paar Euro im An- und Verkauf herausschlagen kann. Dabei geht es mir eigentlich um etwas anderes.
Schönheit, die der Hitze trotzt
Und plötzlich sind sie da, links und rechts am Straßenrand: intensiv rosa, im Abendlicht purpurrot leuchtende Blüten an manchmal unscheinbaren Bäumchen. Ende Juli bin ich verzaubert wie im Frühjahr, wenn die Kirsch- und Mandelbäume blühen. Die rosarote Pracht im Hochsommer gab es immer, aber ich hatte sie nie zuvor so stark wahrgenommen wie im vergangenen Jahr.
Der Duft nach Sommer
Wenn der weiße Flieder … nein, Jasmin, wieder blüht, dann denke ich an mein allererstes Italienerlebnis zurück. Es war Mitte der 90er-Jahre, als ich im Juni zwei Wochen Urlaub auf der Insel Elba verbrachte.
Bitte Platz nehmen!
Ilka begegnet auf Spaziergängen und Reisen an jeder Ecke ausgesetzten Stühlen. Es muss sich um ein brandenburgisches Phänomen handeln. So angespannt ich Ausschau halte, hier in Norditalien stolperte ich bislang über kein herrenloses Sitzmöbel in freier Wildbahn.