Immer wieder Bologna

Mit Vorfreude bin ich vorsichtig, und tatsächlich stand ein Wochenende in Bologna kurz vor Reisebeginn plötzlich auf der Kippe. Doch manchmal sind es gerade Hindernisse und Schwierigkeiten, die ein Erlebnis unvergesslich machen. Für mich war es eine längst fällige Rückkehr in die Stadt, die mein Italiengefühl wie keine andere geprägt hat.

Schwer von Begriff

In einem Land, in dem es mehr als 300 verschiedene Pastasorten gibt, schaut man im Supermarkt mitunter wie die Kuh ins Uhrwerk oder sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht. Wenn der Auftraggeber noch dazu die eigene Tochter ist, will man als Mutter bei der Suche nach den gewünschten Nudeln nichts falsch machen.

Wirklich verboten

Der Italiener und gutgemeinte Hinweise: Ein Verbot ist ein Verbot, sollte man meinen. Wenn etwas verboten ist, braucht es in Deutschland keine verstärkenden Adverbien. Die Italiener hingegen kennen ihre Landsleute und versuchen deshalb, Vorschriften mit besonderen Formulierungen Nachdruck zu verleihen. Obs was hilft?

10 deutsche Speisen, die mir in Italien fehlen

Mit italienischer Küche kann man nichts falsch machen, das erleben wir immer wieder auf Reisen durch dieses schöne Land. Und doch gibt es Lebensmittel und typische Gerichte aus Deutschland, die mir hier fehlen. Auf Heimaturlaub genieße ich kulinarische Erinnerungen. Hier eine Liste deutscher Speisen, mit denen man mir eine große Freude macht.

In allen Farben

Ich bin lieber für als gegen etwas. Manchmal heißt das auch, für etwas auf die Straße zu gehen, um gegen etwas Präsenz zu zeigen. Zum Beispiel gegen Schwarz-Weiß-Denken und das Braun in manchen Köpfen. Einfach mal bei einer fröhlich-bunten Pride-Parade mitzulaufen, hilft obendrein gegen das graue Alltagseinerlei. Ich habe es erlebt!

Magisches Wasser

Der Italiener und die Heiligen: Namenstage habe ich nicht im Kopf, religiöse Rituale sind mir suspekt. Und doch: Im laufenden Jahr habe ich bereits zwei traditionelle italienische Bräuche zu Ehren Heiliger kennengelernt und stelle fest, dass sie nette Gesten und eine willkommene Abwechslung im Alltag sind. Wenn sie obendrein noch Glück bringen, umso besser.

Sieg nach Punkten

Der Kunde ist König? Das war einmal. Heute gibt es Automaten. Wie es mir neulich im Supermarkt trotzdem gelang, einer Unbekannten einen Gefallen zu tun und mich nicht mit dem Servicepersonal anzulegen, davon erzähle ich heute. Spoiler: Manchmal hilft es, den Ansprechpartner zu wechseln.

Das verflixte zweite Mal

Wer wird nicht zum Wiederholungstäter, wenn es an einem Ort einmal wunderschön war? Auch wenn ich gerne Neues kennenlerne, gehe ich für bestimmte Unternehmungen auf Nummer sicher. Schade, dass die Rechnung manchmal ohne den Wirt gemacht wird. Oder ohne das Personal, das zufällig Dienst und einen schlechten Tag hat.

Für die Ewigkeit

Besuchte ich bisher vornehmlich Auftritte italienischer Musiker*innen, die ich schon vor meinem Umzug in ihr Land verehrte, folgte ich diesmal einer Intuition und buchte Karten für ein Konzert, bei dem ich nicht mitsingen konnte. Wie ich zum Fan eines Künstlers wurde, dem ich aus unerfindlichen Gründen die kalte Schulter gezeigt habe, lest ihr hier.

Überraschung!

Wenn der Postmann zweimal klingelt, dann sind wir in einem US-amerikanischen Filmdrama. Wenn eine Frau, nicht von der Post und nicht vom großen Onlineversand, an einem Samstag in aller Frühe an der Türe läutet, frage ich mich, was sie will. Von mir, die ich noch im Schlafanzug mein wohlverdientes Wochenendfrühstück genieße.