Ich liebe Sonntagsausflüge! Den vor zwei Wochen nannte meine Tochter verheißungsvoll Exkursion. Ohne wissenschaftliche Zielsetzung, wohlgemerkt. Unser Ziel war es lediglich, die schnöden vier Wände zu verlassen und frische Luft in schöner Gegend zu schnappen. Als mir meine Tochter die Unternehmung vorschlug, konnte ich schwer nein sagen.
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Wenn dein Alpha-Kind dich Boomer nennt
Neulich saß ich mit meiner Jüngsten auf dem Balkon. Es ging ungewöhnlich harmonisch zu, was wohl daran lag, dass wir uns auf einen gemeinsamen Zeitvertreib geeinigt hatten. Wir spielten Karten. Rommé ist eine der wenigen analogen Traditionen, die ich an meine Töchter weitergegeben habe. Leider geht es auch dabei nicht ohne Smartphone.
Carpe diem
Ich halte mich für unternehmungslustig und gebe den Italienern recht, wenn sie von „cogliere l’attimo“ sprechen und damit meinen, den Augenblick bestmöglich zu nutzen. So versuche ich beispielsweise immer, lästige Termine zur Belohnung mit einer angenehmen Aktivität zu verbinden. Vielleicht rührt das von einer frühen Kindheitserinnerung her.
Seeblick mit Regeln
Die sind aber deutsch hier, dachte ich mir neulich beim Besuch eines Restaurants am Ufer des Lago Ceresio. So heißt der Luganersee auf italienischer Seite. Zumindest haben sie sich auf die deutschen Gäste eingestellt. Vor dem Eingangstor, das fünf Minuten vor zwölf noch mit einer Kette versperrt ist, gibt eine Tafel Auskunft über die Zeiten, zu denen Gäste bewirtet werden. Mittags von 12 bis 14, abends von 18.30 bis 22 Uhr.
Heißer Sommer
Heute ist letzter Schultag. Drei lange Monate Ferien liegen vor den Kindern und Jugendlichen, und die Eltern müssen sehen, wie sie ihre Sprösslinge bespaβen oder bespaβen lassen.
Frauensachen
Ottimista (optimistisch)? Na klar! Curiosa (neugierig)? Und wie! Dinamica (dynamisch)? So was von! Diese Werbung scheint wie für mich gemacht. Dazu muss ich sagen, dass ich keine Freundin von Frauenzeitschriften bin. Aber ich habe mich verleiten lassen …
Wunder zu Zeiten von Instagram
Was habt ihr als erstes vor Augen, wenn ihr an einen Urlaub in Italien denkt? Pizza, Pasta, Gelato. Den Schiefen Turm von Pisa. Das Römische Kolosseum. Berühmte Statuen, elegante Mode und Kunstschätze in Museen, vor denen die Touristen Schlange stehen. Muss man mit genau diesen Klischees dann auch noch Werbung machen?
Aus der Schmaus
Erstens kommt es anders, und Ostern als man denkt. In diesem Fall bin ich euch die Story schuldig. Unsere Pläne, von denen ich hier berichtete, nahmen eine unvorhergesehene Wendung.
Ostern? Wie es euch gefällt!
In Italien gibt es die Redewendung: „Natale con i tuoi, Pasqua con chi vuoi.“ Du sollst Weihnachten mit deiner Familie (wörtlich: mit den Eltern) verbringen, Ostern hingegen kannst du feiern, mit wem du willst.
Gewischt, geräumt, gefunden
Am schönsten ist Finden, wenn man gar nicht sucht. Oder nicht mehr sucht, wie im Fall meines Verlobungsrings. Ich hatte ihn, davon war ich überzeugt, auf einem Parkplatz zwei Orte weiter verloren, als ich dort Tüten und Kartons mit Kinderkleidung bei der Caritas ablud.