Einsichten

Die wilden 80er-Jahre waren für uns Jugendliche die ideale Zeit, alles auszuprobieren. Koste es, was es wolle. Den Preis zahlten nicht zuletzt unsere Haare, war es doch das Jahrzehnt der Dauerwellen und des Blondierens. Auf die helle Lockenpracht folgte bald glanzloses Erschlaffen. Haare sind nicht so geduldig. Ich hatte gedacht, mittlerweile schlauer zu sein.

Vierfruchtmarmelade ohne Früchte

Abschreiben? Nicht mein Ding. Ich formuliere gerne um oder dichte hinzu. Bei den handschriftlichen Notizen meines Vaters mache ich dieser Tage eine Ausnahme. Ich tippe sie ab. Das fühlt sich an, wie mit der Taschenlampe in der Vergangenheit zu stöbern. Die Ausschnitte, auf die der Lichtstrahl fällt, haben auch mit meiner Identität zu tun.

Ferien im Süden (von Berlin)

Urlaub vorbei? Nicht auf meinem Blog. Kommt mit auf eine Zeitreise in die Sommerferien meiner Kindheit! Ein Bungalow am See. Bootssteg, Badestelle, Volleyballplatz und Tischtennisplatte. Kein Halligalli, keine Animation und erst recht kein Multimedia. In unserer Erinnerung waren die einfachen Urlaube die schönsten. Auch in meinem Land, wo die Worte manchmal eine andere Bedeutung hatten.

Erinnerungsschätze

Dass ich nach Italien zog, war eine gute und richtige Entscheidung. Doch der beneidete Platz an der Sonne hatte auch Schattenseiten. Ich war plötzlich tausend Kilometer von der Familie getrennt. Meine Eltern setzten sich als Rentner in den Nachtzug und kamen über die Schweiz zu mir. Einmal im Jahr, zehn Jahre lang.

Auf dem Sofa

Heraus zum 1. Mai? Auch bei Regen? Zum Glück gibt es neun Stunden Musica Italiana vom legendären „Concerto del Primo Maggio“ direkt aus Rom auf den heimischen Bildschirm. Davon und warum ich am Kampf- und Feiertag als geborene Ostdeutsche an schwankende Pappschilder denke, während die Italienerin in mir über Klopapierrollen nachsinnt, erfahrt ihr hier.

Vier Generationen und ein Einkaufswagen

Heute Vormittag war ich noch schnell ein paar Lebensmittel einkaufen. Ja: In Norditalien haben Supermärkte auch sonntags und an Feiertagen geöffnet. Warum mich eine Szene in der Kaufhalle der Kindheit bis heute verfolgt und was meine Haarfarbe damit zu tun hat, erzähle ich in diesem Text, zu dem mich drei Frauen und ein Baby inspirierten.

Bahne frei, Kartoffelbrei!

Manchmal bedaure ich, dass es bei uns im flachen Norditalien keinen richtigen Winter gibt. Andererseits beneidete ich die Deutschen nicht, als Schnee und Eis wiederholt für Chaos sorgten. Ich frage mich: Sind wir Warmduscher alle zu bequem geworden für die Kälte? Wo sind die Schlitterbahnen der Kindheit und der Familienspaβ beim Schneefegen?

Das wird teuer

Zum Glück ist der Beginn eines neuen Schuljahrs auch von Vorfreude geprägt, und je älter die Kinder sind, desto spannender werden die Pausen. Zu meinen Zeiten war der Raumwechsel Pflicht, heute ist der Gang über den Flur die große Kür. Warum das schnell ins Geld gehen kann? Lest selbst!