Manchmal stecke ich in einer mentalen Sackgasse. Ich sehne mich nach einem aufgeräumten, minimalistischen Lebensstil und spüre gleichzeitig den Drang, Dinge zu bewahren, sie wertzuschätzen. Radikales Ausmisten und Wegwerfen ist mir unmöglich. Heute schreibe ich davon, warum das manchmal belastend ist, aber auch von versöhnlichen Gedanken. Ein besonderer Museumsbesuch lieferte die Inspiration.
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Die Glücksfrage
Der italienische Schriftsteller Daniele Mencarelli ist bekannt für Poesie und Belletristik, ein preisgekrönter Roman wurde auch ins Deutsche übersetzt. In einem Gespräch mit ihm am Theater in Varese ging es neulich um die Frage nach dem Glück. Glück ist vielleicht nur ein Wort. Aber man kann es finden, wenn man es anders begreift.
Feierlichkeiten
Kleine Feier oder große Party, was habt ihr lieber? Auch wenn ich fürchte, als Ewiggestrige zu erscheinen, trauere ich den gemütlichen Treffen im engsten Freundeskreis hinterher. Ich wünschte, auch meine Kinder würden es so handhaben, aber die kulturellen Gepflogenheiten sind nun einmal andere. In Italien gleichen 18. Geburtstage einer Generalprobe für die Hochzeit.
Nostalgia
Mit der Zukunft ist es so eine Sache. Man kennt sie nicht. Sich deshalb in nostalgischen Erinnerungen zu verlieren, ist auch keine Option. Nicht in Liebesdingen und schon gar nicht im gesellschaftlichen Kontext. Manches Statement deutscher Politiker lässt daran zweifeln, wie sie die Zukunft gestalten wollen. Dann höre ich lieber Olly von verflossenem Liebesglück singen.
Schlagertaxi Berlin
Die Hauptstadt und ihre Hektik muss man mögen. Oder man hat ein Zuhause gefunden, das einem Brot und das tägliche kleine Glück sichert. Ich kam als Touristin in meine alte Heimat und nahm bei meiner Ankunft ein Taxi. Trotz prekärer Straßenverhältnisse und deutscher Schlager im Autoradio war die Fahrt eine ausgesprochen nette Erfahrung.
Ab die Post!
Der Countdown läuft. Wer in Deutschland noch nicht weiß, wen er wählen soll, dem bleiben anderthalb Wochen Bedenkzeit. Anders sieht es für die wahlberechtigten Deutschen aus, die im Ausland leben. Für sie liegt nach dem Erhalt der Unterlagen und dem umgehenden Ausfüllen alles in den Händen der Post. Zum Glück habe ich einen Plan B.
Schönheits-Tricks
Zugegeben: Ich bin Minimalistin und vielleicht auch nicht normal. Aber das schier überbordende Angebot an immer ausgefalleneren Make-up-Produkten in Parfümerien und Drogerieketten macht mich wütend und traurig, wenn ich die viel zu jungen Mädchen sehe, die ohne aufwendige Schminkprozedur nicht mehr aus dem Haus gehen. Ich bin schon vom Supermarktsortiment überfordert.
Aufklärung
Der Italiener und das Wundermittel gegen Erkältung: Just nachdem ich meinen Gedanken zum Thema Aerosol-Therapie hier auf dem Blog freien Lauf gelassen habe, wird in den italienischen Medien mit dem Mythos aufgeräumt. Jetzt bestätigt ein Experte: Aerosol-Therapie wird nur in Italien so stark propagiert und hat keinerlei Nutzen bei Erkältungen und Grippe. Na so was!
Rausch der Gefühle
Italienische Popmusik übte schon einen magischen Reiz auf mich aus, als ich noch Kind war. Seit ich in Italien lebe, fröne ich meiner Leidenschaft ganz ungehemmt. Sie tut mir gut. Um fatale Leidenschaft geht es in „Per Elisa“. Über den Songtext erfuhr ich mehr, nachdem ich die großartige Alice live auf der Bühne erleben durfte.
Tortur mit schöner Aussicht
Andere Länder, andere Sitten. Bei Atemwegserkrankungen führt in Italien kein Weg an der sogenannten Aerosol-Therapie vorbei. Man könnte auch ohne ärztlichen Rat gleich damit beginnen, wenn es nicht verschiedene Inhalationslösungen gäbe. Für Kleinkinder und deren Eltern sind die Sitzungen vor dem Gerät eine Qual. Uns hilft mittlerweile die Einsicht ins Unabänderliche und die schöne Aussicht.