Freu dich auf den nächsten Gag!

Kennt ihr das Gefühl, dass die Tage zu lang sind, aber die Wochen zu kurz? Nein? Dann seid froh! Es fühlt sich schrecklich an und kann auf Dauer die Lebensfreude rauben. Gut, dass eine Freundin mit einem Vorschlag kam. Lest hier, was es mit Aero-GAG auf sich hat und welche Rolle das Bauchgefühl dabei spielt.

Weihnachtspost für Europa

In hektischen Zeiten ist es gut, wenn es Orte der Besinnung gibt. Gerade vor Weihnachten. Den Besuch eines italienischen Postamts kann ich zur Entschleunigung empfehlen. Ich nehme es mittlerweile gelassen, dass es Geduld und Sinn für Humor erfordert, ein paar Briefmarken zu kaufen. Spannend wird es, wenn man postalische Grüße ins europäische Ausland schicken möchte.

Alexanderplatz

Die Italienerin Milva war ein Star, auch in der DDR. Eines ihrer Lieder sang ich nach jedem Zahnarztbesuch. Ein anderes, das doch mit uns zu tun hatte, kannte ich nicht. Ein Konzertmitschnitt aus dem Jahr 1988 aus dem Palast der Republik belegt, dass Milva „Alexanderplatz“ singen durfte. Den italienischen Text verstand ja keiner.

Vernebelt

Der Italiener und romantische Erinnerungen: Früher war alles besser? Manchmal ist die Sicht auf das Vergangene auch getrübt. Vielleicht, weil die Wolken tiefer hingen. So tief, dass sie mit dem Boden in Berührung kamen. Dicker Nebel war ein typisches Wetterphänomen im winterlichen Norditalien der 80er-Jahre. Aber was bitte schön war daran romantisch?

Muster und Freiheit

Handarbeiten sind eine aufregende Reise, auf die mich meine Mutter schon als Kind im Zug mitnahm. Die therapeutische Wirkung des Häkelns und Strickens habe ich in den dunkelsten Monaten der Pandemie erkannt und zuletzt doch wieder vergessen. Seit ich weiß, dass ich mein Hobby und meine Erkenntnis mit Michelle Obama teile, klappern die Nadeln wieder.

Das Italiengefühl

Braucht es ein sonniges Gemüt, um in der nächstgelegenen Stadt die Touristin zu spielen? Zehn Kilometer von daheim in einem Hotel zu übernachten, ist keine Dekadenz. Mit Freundinnen wird es ein großartiger Kurzurlaub. Wie Elke Heidenreich in ihrem Buch „Altern“ so treffend formuliert: „Aus der Summe glücklicher Augenblicke setzt sich das Glück des Lebens zusammen.“

Herbstgerichte

Während Pilze und Kartoffeln Feste feiern, obwohl sie dabei in die Pfanne gehauen werden, kommt bei mir Melancholie auf. Wenn die Jahreszeiten wechseln, geht es in meinem Inneren ans Eingemachte: Es war doch gerade so schön. Gut, dass unser Basilikum der Vergänglichkeit des Sommers noch ein wenig trotzt. Genau wie ich.

Einsichten

Die wilden 80er-Jahre waren für uns Jugendliche die ideale Zeit, alles auszuprobieren. Koste es, was es wolle. Den Preis zahlten nicht zuletzt unsere Haare, war es doch das Jahrzehnt der Dauerwellen und des Blondierens. Auf die helle Lockenpracht folgte bald glanzloses Erschlaffen. Haare sind nicht so geduldig. Ich hatte gedacht, mittlerweile schlauer zu sein.

Vierfruchtmarmelade ohne Früchte

Abschreiben? Nicht mein Ding. Ich formuliere gerne um oder dichte hinzu. Bei den handschriftlichen Notizen meines Vaters mache ich dieser Tage eine Ausnahme. Ich tippe sie ab. Das fühlt sich an, wie mit der Taschenlampe in der Vergangenheit zu stöbern. Die Ausschnitte, auf die der Lichtstrahl fällt, haben auch mit meiner Identität zu tun.