Braucht es ein sonniges Gemüt, um in der nächstgelegenen Stadt die Touristin zu spielen? Zehn Kilometer von daheim in einem Hotel zu übernachten, ist keine Dekadenz. Mit Freundinnen wird es ein großartiger Kurzurlaub. Wie Elke Heidenreich in ihrem Buch „Altern“ so treffend formuliert: „Aus der Summe glücklicher Augenblicke setzt sich das Glück des Lebens zusammen.“
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Maltempo
Wer in diesen Tagen den für Mai nicht außergewöhnlichen Wunsch nach einem Gelato verspürt, könnte im Italienurlaub enttäuscht werden. Bei schlechtem Wetter bleibt die Gelateria einfach geschlossen.
Am Broadway in Varese
Als Kind tanzte ich selbst auf Brettern, die für mich die Welt bedeuteten. Später gönnte ich mir Musicals aus der Besucherinnenperspektive, wo immer sich die Gelegenheit bot. Neuerdings verführe ich meine Töchter zu gemeinsamen Erlebnissen am Musiktheater. Mein Mann hat seinen großen Auftritt als Verführer schon hinter sich.
Wir sind wer
Der Italiener und seine Heimatliebe: Mein Gatte ist nicht nur selbstbewusster Italiener, sondern ebenso stolz darauf, ein echter „Varesino doc“ zu sein. Varese, als Stadt der Gärten bekannt, rühmt sich gern seiner vielen Regenfälle. Auch wenn der Name dafür wenig schmeichelhaft ausfällt. Dieses Ostern habe ich verstanden, warum das so ist.
Sonntag, der Dreizehnte
Es ist Mitte November und ich bin wild entschlossen, endlich zu einer Veranstaltung des Freundeskreises zu gehen, bei dem ich seit einem Jahr anonymes Mitglied bin. Immer war etwas anderes: keine Zeit, kein Bock auf das Thema, oder der Veranstaltungsort lag fuori mano (ungünstig zu erreichen). Diesmal würde ich keine Ausrede gelten lassen.
Im Schilderwald
Der Italiener und Verbote: Ein Verbotsschild macht in Italien noch keine Regel, und Vorschriften sind nicht viel mehr als Empfehlungen? Starker Tobak, das zu behaupten. Aber es gibt durchaus die Tendenz, die Sinnhaftigkeit von Verboten anzuzweifeln. In einem Fall habe ich mich da auch schon italienisiert.
Die Aromen des Lebens
Der Schriftsteller Piero Chiara liebte das gute Leben und genoss die einfache, regionale Küche des italienischen Nordens, speziell des Lago Maggiore. Welche Rolle Lauch bei Chiaras kulinarischen Vorlieben spielte und wie ich meinen Mann dazu brachte, mich zu einem literarisch inspirierten Abendessen mit Lauch zu begleiten, erfahrt ihr hier.
Sacro Monte von Varese
Wer sich zum sonntäglichen Verdauungsspaziergang auf einen Pilgerweg begibt, der kommt unter Umständen mit der Ausrede nicht weit, zu viel gegessen zu haben. Seine kuriose Begegnung mit einem streng gläubigen Mitwanderer beschreibt Piero Chiara in der Erzählung „La mano di Dio“ (Die Hand Gottes).
Sacro Monte di Varese
Chi tenta di confondersi tra i pellegrini per la sua passeggiata digestiva domenicale, con la scusa di aver mangiato troppo non verrà facilmente creduto. Piero Chiara descrive il suo curioso incontro con un devoto pellegrino nel racconto „La mano di Dio“.