Vier Generationen und ein Einkaufswagen

Heute Vormittag war ich noch schnell ein paar Lebensmittel einkaufen. Ja: In Norditalien haben Supermärkte auch sonntags und an Feiertagen geöffnet. Warum mich eine Szene in der Kaufhalle der Kindheit bis heute verfolgt und was meine Haarfarbe damit zu tun hat, erzähle ich in diesem Text, zu dem mich drei Frauen und ein Baby inspirierten.

Wir sind wer

Der Italiener und seine Heimatliebe: Mein Gatte ist nicht nur selbstbewusster Italiener, sondern ebenso stolz darauf, ein echter „Varesino doc“ zu sein. Varese, als Stadt der Gärten bekannt, rühmt sich gern seiner vielen Regenfälle. Auch wenn der Name dafür wenig schmeichelhaft ausfällt. Dieses Ostern habe ich verstanden, warum das so ist.

Chronologie eines Filmabends

Szenen einer Ehe, auf und vor dem Bildschirm: Manchmal muss man den Partner zu seinem Glück zwingen. Ihn dazu motovieren, kulturelle Vorurteile beiseitezuschieben und sich auf einen gemeinsamen Fernsehabend einzulassen, obwohl der Film nicht ins beliebte Komödienschema passt. Wer weiß, wofür es gut ist.

Die Dächer von Dubrovnik

Es gibt Bücher, die fesseln. Man kann sie kaum aus der Hand legen. Es gibt Bücher, die verstören. Man muss beim Lesen häufig innehalten. Und es gibt Bücher, die sind verstörend und fesselnd zugleich. So ein Buch ist Margaret Mazzantinis „Das schönste Wort der Welt“. Ein Titel, der dem Original nicht gerecht wird.

Dilemma

Das Wichtige vom Unwichtigen zu unterscheiden, ist unverzichtbar für ein harmonisches Zusammenleben. Aber auch Respekt und gegenseitige Rücksichtnahme, oder nicht? Ich weiß, dass herumliegende Kleider und Gläser mit eingetrockneten Teebeuteln am Ende nicht zu den wichtigen Dingen gehören, und doch fällt es mir schwer, nonchalant über das Chaos hinwegzusteigen.

Vom Schreiben

„Stories matter“, steht im Titelbild. Ich lese gern gute Geschichten. Und wie ist das mit dem Schreiben? Eine wie ich, die immer noch davon träumt, selbst gute Geschichten zu schreiben, taumelt zwischen Momenten euphorischer Selbstüberschätzung und der nüchternen Erkenntnis, anmaßend zu sein. Helga Schubert hat in Worte gefasst, was beim Schreiben passiert.

Landeanflug

Manchmal fühle ich mich wie eine Kandidatin bei „Versteckte Kamera“. Gerade passierte es mir an einer Hotelrezeption, wo die Empfangsdame meine Geduld auf die Probe stellte. Da ich vergeblich auf die Auflösung und den Fingerzeig zur Kamera wartete, habe ich die Szene für euch aufgeschrieben.

Verabredungen

Der Italiener und die (Un-)Verbindlichkeit: Wenn ich Gäste einlade oder mich verabrede, plane ich das gern ein paar Tage im Voraus. Das finde ich nicht nur angenehmer für mich, sondern taktvoll den Eingeladenen gegenüber. In Italien komme ich mit meiner preußischen Planung nicht sehr weit.

Ein Nachmittag im Waschsalon

Fast hätte ich mich mit unserer smarten Waschmaschine doch noch angefreundet. Dann spielte sie uns diesen üblen Streich, teilte uns in schlauen Worten mit, dass etwas mit dem Wasseranschluss nicht stimme. Wir sollten den überprüfen. Die Wartezeit auf den Service überbrückte ich mit einem Besuch im Waschsalon.