Abrakadabra führt zu nichts, oder doch? Wer auf Nummer Sicher gehen will, setzt auf kleine Entdeckungen, alte Freundschaften und die Zeit, die wir miteinander verbringen, beispielsweise bei Neujahrsspaziergängen abseits ausgetretener Touristenpfade. Da begegnen uns zuweilen magische Mäntelchen und Zauberstäbe, die uns an unsere ureigensten Superkräfte erinnern.
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Aufgeschoben ist nicht aufgehoben
Manchmal geht einem auf den letzten Metern die Puste aus. Das darf es, solange Stehenbleiben zum Durchatmen nicht bedeutet, aufzugeben. Vielleicht rede ich mir gerade vor allem selbst Mut zu, aber auch das ist erlaubt und ich meine sogar berechtigt. Wie Rituale gegen Aufschieberitis helfen und Sport gegen Stillstand, darum geht es in meinem Jahresabschluss-Beitrag.
Der italienische Kreisverkehr – Weihnachtsedition
Im italienischen Kreisverkehr scheint nur eine Regel zu gelten, und das ist die, dass es keine gibt. Am besten, man lässt sich entspannt und flexibel darauf ein. In diesen Tagen macht es mir gleich noch mehr Freude, auf Regeln zu pfeifen. Ich fahre durch den Nachbarort und bewundere die festlich dekorierten Verkehrsinseln.
Krieg und Frieden
Haben wir nicht alle noch offene Fragen an Eltern oder Großeltern? Manchmal sind das sehr belastende Fragen und sie kommen zu spät. So ging es der italienischen Schriftstellerin Francesca Melandri, als sie beim Einmarsch Putins in die Ukraine von Orten hörte, an denen ihr Vater im 2. Weltkrieg gekämpft hatte. Auf der Seite der Invasoren.
Da Capo
Konzerte der großen Stars von damals? Riskant! Der ein oder andere Künstler hätte es bei den Erinnerungen an gute Zeiten belassen sollen. Ein wenig skeptisch ging ich neulich in Varese ins Konzert eines in den 90er-Jahren sehr erfolgreichen italienischen Sängers, dessen neuere Alben wenig bekannt sind. Schade! Er hat es immer noch drauf.
Drin ist, was draufsteht?
Was ich nicht kenne, das esse ich nicht! Mit dieser Einstellung kommt man im Ausland nicht weit. Eine gewisse Vorstellung davon, was man auf dem Teller hat, ergibt sich zum Glück oft aus der Bezeichnung eines Gerichtes. Mit Ausnahmen, wohlgemerkt. Es gibt Speisen, die tragen einen Namen nur, weil sie einem Lebensmittel ähnlichsehen.
Unverhofftes Lesevergnügen
Als ich Kind war in der DDR, schwärmte ich für einen italienischen Schauspieler und weinte heimlich, weil ich ihn nie treffen würde. Heute lebe ich in Italien, kaufe italienische Briefmarken und die Deutschlehrerin meiner Tochter leiht mir ein Buch, in dem eine Ostdeutsche meines Alters von einem Italiener erzählt, der beinah ihr Papa geworden wäre.
Freu dich auf den nächsten Gag!
Kennt ihr das Gefühl, dass die Tage zu lang sind, aber die Wochen zu kurz? Nein? Dann seid froh! Es fühlt sich schrecklich an und kann auf Dauer die Lebensfreude rauben. Gut, dass eine Freundin mit einem Vorschlag kam. Lest hier, was es mit Aero-GAG auf sich hat und welche Rolle das Bauchgefühl dabei spielt.
Weihnachtspost für Europa
In hektischen Zeiten ist es gut, wenn es Orte der Besinnung gibt. Gerade vor Weihnachten. Den Besuch eines italienischen Postamts kann ich zur Entschleunigung empfehlen. Ich nehme es mittlerweile gelassen, dass es Geduld und Sinn für Humor erfordert, ein paar Briefmarken zu kaufen. Spannend wird es, wenn man postalische Grüße ins europäische Ausland schicken möchte.
Alexanderplatz
Die Italienerin Milva war ein Star, auch in der DDR. Eines ihrer Lieder sang ich nach jedem Zahnarztbesuch. Ein anderes, das doch mit uns zu tun hatte, kannte ich nicht. Ein Konzertmitschnitt aus dem Jahr 1988 aus dem Palast der Republik belegt, dass Milva „Alexanderplatz“ singen durfte. Den italienischen Text verstand ja keiner.