Die wilden 80er-Jahre waren für uns Jugendliche die ideale Zeit, alles auszuprobieren. Koste es, was es wolle. Den Preis zahlten nicht zuletzt unsere Haare, war es doch das Jahrzehnt der Dauerwellen und des Blondierens. Auf die helle Lockenpracht folgte bald glanzloses Erschlaffen. Haare sind nicht so geduldig. Ich hatte gedacht, mittlerweile schlauer zu sein.
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Vierfruchtmarmelade ohne Früchte
Abschreiben? Nicht mein Ding. Ich formuliere gerne um oder dichte hinzu. Bei den handschriftlichen Notizen meines Vaters mache ich dieser Tage eine Ausnahme. Ich tippe sie ab. Das fühlt sich an, wie mit der Taschenlampe in der Vergangenheit zu stöbern. Die Ausschnitte, auf die der Lichtstrahl fällt, haben auch mit meiner Identität zu tun.
Keine Kurzgeschichte
Mit Sommerhits ist es so eine Sache. Manchmal scheinen sie für wenige Wochen unbeschwertes Urlaubsgefühl gemacht, zum Tanzen und Feiern. So prickelnd wie ein heißer Urlaubsflirt, egal, ob er über den Sommer hinaus eine Zukunft hat. Der italienische Sommerhit des Jahres 2024 ist eine Liebesgeschichte für länger. Da prickelt es auch, und zwar kriminell gut!
Ferien im Süden (von Berlin)
Urlaub vorbei? Nicht auf meinem Blog. Kommt mit auf eine Zeitreise in die Sommerferien meiner Kindheit! Ein Bungalow am See. Bootssteg, Badestelle, Volleyballplatz und Tischtennisplatte. Kein Halligalli, keine Animation und erst recht kein Multimedia. In unserer Erinnerung waren die einfachen Urlaube die schönsten. Auch in meinem Land, wo die Worte manchmal eine andere Bedeutung hatten.
Urlaubs-Mood
Vor einer Reise, gestresst mit Wäschewaschen und Kofferpacken, verlässt mich manchmal fast die Lust, überhaupt loszufahren. Wird es gelingen, Alltag und Sorgen über Bord zu werfen und wirklich abzuschalten? Ja! Es funktioniert auf wundersame Weise. Allein mit einem liebgewonnenen Ritual, für das es zwei Dinge und nicht mehr als eine halbe Stunde Zeit braucht.
Sendepause
In Ferienlaune schreibe ich aus dem so hoch gelobten wie viel beschimpften Lieblings-Urlaubsland der Deutschen und mache es mir einfach. Dass es mir hier gut geht, dürft ihr mir glauben. Was es zu meckern gibt, das hat Frank Hornig beim Spiegel gerade passend zur touristischen Hochsaison sowohl TikTok-aktuell als auch kulturhistorisch unter die Lupe genommen.
Vom großen P zum kleinen Angsthasen
Vor zwanzig Jahren gelang mir in Italien, was ich in Deutschland nicht für möglich gehalten hatte: Als nicht mehr blutjunge, dafür umso stolzere Besitzerin eines druckfrischen Führerscheins kaufte ich mein erstes Auto und machte im August 2004 die norditalienische Provinz unsicher. Heute wünsche ich mir manchmal meinen Mut und die Unbeschwertheit jener Zeit zurück.
Schweißtreibende Angebote
Nicht ohne Grund spielen Werbespots oft an Supermarktkassen. Alle sehen, was und wie viel davon einer in den Korb packt. Obendrein können unübersichtliche Angebote für Aufregung und peinliche Situationen sorgen. Neulich kam auch ich ins Schwitzen, obwohl ich weder Klopapier noch Präservative aufs Band legte und glaubte, alles richtig kalkuliert zu haben.
15 Tage
In Italien sollte man wissen, wie eine Aussage gemeint ist. Sonst gerät man bei Einladungen und Verabredungen schnell auf die falsche Fährte. Und obwohl es heißt, dass Mathematik keine Ansichtssache sei, kann es sogar bei einer theoretisch eindeutigen Sache wie einer Zeitraumangabe zu Missverständnissen kommen. Ich habe bisher vergeblich versucht, das Rätsel zu lösen.
Nicht persönlich nehmen!
Der Italiener und das Schimpfen: Seit ich im Alltag mehr Italienisch als Deutsch spreche, habe ich mich den hiesigen linguistischen Gebräuchen erstaunlich gut angepasst. Manchmal erschrecke ich trotzdem noch über mich selbst, wie selbstverständlich mir gewisse Kraftausdrücke herausrutschen. Ein Glück, dass es die Italiener im üblichen Kontext nicht persönlich nehmen.