Die wilden 80er-Jahre waren für uns Jugendliche die ideale Zeit, alles auszuprobieren. Koste es, was es wolle. Den Preis zahlten nicht zuletzt unsere Haare, war es doch das Jahrzehnt der Dauerwellen und des Blondierens. Auf die helle Lockenpracht folgte bald glanzloses Erschlaffen. Haare sind nicht so geduldig. Ich hatte gedacht, mittlerweile schlauer zu sein.
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Urlaubs-Mood
Vor einer Reise, gestresst mit Wäschewaschen und Kofferpacken, verlässt mich manchmal fast die Lust, überhaupt loszufahren. Wird es gelingen, Alltag und Sorgen über Bord zu werfen und wirklich abzuschalten? Ja! Es funktioniert auf wundersame Weise. Allein mit einem liebgewonnenen Ritual, für das es zwei Dinge und nicht mehr als eine halbe Stunde Zeit braucht.
Sendepause
In Ferienlaune schreibe ich aus dem so hoch gelobten wie viel beschimpften Lieblings-Urlaubsland der Deutschen und mache es mir einfach. Dass es mir hier gut geht, dürft ihr mir glauben. Was es zu meckern gibt, das hat Frank Hornig beim Spiegel gerade passend zur touristischen Hochsaison sowohl TikTok-aktuell als auch kulturhistorisch unter die Lupe genommen.
Vom großen P zum kleinen Angsthasen
Vor zwanzig Jahren gelang mir in Italien, was ich in Deutschland nicht für möglich gehalten hatte: Als nicht mehr blutjunge, dafür umso stolzere Besitzerin eines druckfrischen Führerscheins kaufte ich mein erstes Auto und machte im August 2004 die norditalienische Provinz unsicher. Heute wünsche ich mir manchmal meinen Mut und die Unbeschwertheit jener Zeit zurück.
Schweißtreibende Angebote
Nicht ohne Grund spielen Werbespots oft an Supermarktkassen. Alle sehen, was und wie viel davon einer in den Korb packt. Obendrein können unübersichtliche Angebote für Aufregung und peinliche Situationen sorgen. Neulich kam auch ich ins Schwitzen, obwohl ich weder Klopapier noch Präservative aufs Band legte und glaubte, alles richtig kalkuliert zu haben.
15 Tage
In Italien sollte man wissen, wie eine Aussage gemeint ist. Sonst gerät man bei Einladungen und Verabredungen schnell auf die falsche Fährte. Und obwohl es heißt, dass Mathematik keine Ansichtssache sei, kann es sogar bei einer theoretisch eindeutigen Sache wie einer Zeitraumangabe zu Missverständnissen kommen. Ich habe bisher vergeblich versucht, das Rätsel zu lösen.
Fanfieber
Das Ausscheiden beider Nationalteams bei der EM – Italien verdient und Deutschland tragisch – lässt mich darüber grübeln, was mich alle zwei Jahre vor den Bildschirm der internationalen Fuβballmeisterschaften zieht. Mica mi interessa il calcio. (Ich interessiere mich doch nicht für Fuβball.) Ich glaube, es ist das gute Gefühl, FÜR etwas zu sein.
Im Oratorio oder Ferienspiele mit Wegweiser
Seit dieser Woche sind wieder Sommerferien für italienische Schüler. Auch wenn das Wetter dem Sommer noch nicht wie gewohnt alle Tage Ehre macht, kommen wir Eltern bei dem Gedanken an die vor uns liegenden drei Monate ins Schwitzen. Mit Kindern im Teenageralter wird es nicht einfacher. Sie werden anspruchsvoller und wir müssen neue Wege gehen.
Zwei von drei
Mit Handwerkern ist es wie mit Freundschaften: Auch wenn man sie pflegt, kommen Verabredungen nicht immer wie gewünscht zustande. Leider geht im Haus ständig, oder, wie der Italiener sagt, alle zwei von drei Mal etwas kaputt. Ob eine gute Flasche Rotwein befreundeten Handwerkern auf die Sprünge hilft, uns zu helfen?
Mit anderen Worten
Words don’t come easy. Von diesem Gefühl kann ich ein Lied singen, seit ich in Italien lebe, und es bezieht sich im Gegensatz zum Song aus den Achtzigern nicht auf Liebesdinge. Dabei glaube ich, mehrere Sprachen zur Auswahl zu haben ist ein Glück. Die Chancen, das passende Wort zu finden, stehen mindestens doppelt so hoch.