In Ferienlaune schreibe ich aus dem so hoch gelobten wie viel beschimpften Lieblings-Urlaubsland der Deutschen und mache es mir einfach. Dass es mir hier gut geht, dürft ihr mir glauben. Was es zu meckern gibt, das hat Frank Hornig beim Spiegel gerade passend zur touristischen Hochsaison sowohl TikTok-aktuell als auch kulturhistorisch unter die Lupe genommen.
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Vom großen P zum kleinen Angsthasen
Vor zwanzig Jahren gelang mir in Italien, was ich in Deutschland nicht für möglich gehalten hatte: Als nicht mehr blutjunge, dafür umso stolzere Besitzerin eines druckfrischen Führerscheins kaufte ich mein erstes Auto und machte im August 2004 die norditalienische Provinz unsicher. Heute wünsche ich mir manchmal meinen Mut und die Unbeschwertheit jener Zeit zurück.
Schweißtreibende Angebote
Nicht ohne Grund spielen Werbespots oft an Supermarktkassen. Alle sehen, was und wie viel davon einer in den Korb packt. Obendrein können unübersichtliche Angebote für Aufregung und peinliche Situationen sorgen. Neulich kam auch ich ins Schwitzen, obwohl ich weder Klopapier noch Präservative aufs Band legte und glaubte, alles richtig kalkuliert zu haben.
15 Tage
In Italien sollte man wissen, wie eine Aussage gemeint ist. Sonst gerät man bei Einladungen und Verabredungen schnell auf die falsche Fährte. Und obwohl es heißt, dass Mathematik keine Ansichtssache sei, kann es sogar bei einer theoretisch eindeutigen Sache wie einer Zeitraumangabe zu Missverständnissen kommen. Ich habe bisher vergeblich versucht, das Rätsel zu lösen.
Nicht persönlich nehmen!
Der Italiener und das Schimpfen: Seit ich im Alltag mehr Italienisch als Deutsch spreche, habe ich mich den hiesigen linguistischen Gebräuchen erstaunlich gut angepasst. Manchmal erschrecke ich trotzdem noch über mich selbst, wie selbstverständlich mir gewisse Kraftausdrücke herausrutschen. Ein Glück, dass es die Italiener im üblichen Kontext nicht persönlich nehmen.
Fanfieber
Das Ausscheiden beider Nationalteams bei der EM – Italien verdient und Deutschland tragisch – lässt mich darüber grübeln, was mich alle zwei Jahre vor den Bildschirm der internationalen Fuβballmeisterschaften zieht. Mica mi interessa il calcio. (Ich interessiere mich doch nicht für Fuβball.) Ich glaube, es ist das gute Gefühl, FÜR etwas zu sein.
Erinnerungsschätze
Dass ich nach Italien zog, war eine gute und richtige Entscheidung. Doch der beneidete Platz an der Sonne hatte auch Schattenseiten. Ich war plötzlich tausend Kilometer von der Familie getrennt. Meine Eltern setzten sich als Rentner in den Nachtzug und kamen über die Schweiz zu mir. Einmal im Jahr, zehn Jahre lang.
Drei Buchstaben
Der Sommer ist die perfekte Zeit für romantischen Pop und frechen Rap rund um Sole, Cuore, Amore. Diese drei magischen Worte waren die meistgesungenen in meinem ersten italienischen Sommer 2001. Was die neuen Medien an den alten Traditionen ändern, wenn es ums Kennenlernen geht und welches aktuelle Lied sich darum dreht, erfahrt ihr hier.
10 Minuten
Nudeln perfekt al dente zu kochen ist eine Frage des Timings. Im Pasta-Land Italien mit kilometerlangen Supermarktreihen voller Pasta-Sorten kann kein Mensch sich die Kochzeiten merken, es sei denn, er konsumiert immer und ausschließlich Spaghetti Nummer 5. Aber warum ist ausgerechnet die Kochzeit die Angabe, nach der man auf der Packung am längsten suchen muss?
Im Oratorio oder Ferienspiele mit Wegweiser
Seit dieser Woche sind wieder Sommerferien für italienische Schüler. Auch wenn das Wetter dem Sommer noch nicht wie gewohnt alle Tage Ehre macht, kommen wir Eltern bei dem Gedanken an die vor uns liegenden drei Monate ins Schwitzen. Mit Kindern im Teenageralter wird es nicht einfacher. Sie werden anspruchsvoller und wir müssen neue Wege gehen.