Mit dem Parken ist es in Italien so eine Sache. Es braucht oft Geduld, einen Platz zu finden, nicht selten Geschick, sich da einzufädeln, und hin und wieder die Frechheit, sich auch mal in die zweite Reihe zu stellen.
Kategorie-Archive: La Deutsche Vita Italiana
Francobolli
Ich gebe zu, in manchen Dingen altmodisch zu sein. So schreibe ich hin und wieder Briefe und Karten, um sie auf schrecklich traditionellem, postalischem Weg zu versenden. Der Kauf von Francobolli (Briefmarken) gestaltet sich in Italien allerdings immer wieder zu einem wahren Schauspiel.
Passt!
Mein Leben läuft auf Sparflamme. Wäre es ein Spiel wie „Mensch ärgere dich nicht“, stünde ich wieder auf Anfang, im Homeoffice. Kein Problem. Kennt man ja. Heute beginnt der Tag anders. Ich muss raus. Zu einem Behördengang. Ich nehme den Bus.
Ein Blick zurück nach vorn
Und noch so ein Jahreswechsel, oder ist er anders als der letzte? Ich bediene mich bei Dante, um einen Blick zurück, aber vor allem einen nach vorn zu werfen. In die Zukunft, die in unserer Hand liegt, wenn wir das wollen. Das war schon immer so, aber manchmal hilft es, sich daran zu erinnern.
Die Aromen des Lebens
Der Schriftsteller Piero Chiara liebte das gute Leben und genoss die einfache, regionale Küche des italienischen Nordens, speziell des Lago Maggiore. Welche Rolle Lauch bei Chiaras kulinarischen Vorlieben spielte und wie ich meinen Mann dazu brachte, mich zu einem literarisch inspirierten Abendessen mit Lauch zu begleiten, erfahrt ihr hier.
My Radio
„Anke, in Varese ist es jetzt 8.00 Uhr.“ Ich bin mit dem Auto auf dem Weg ins Büro und starre entgeistert aufs Display im Cockpit. Das kann doch nicht, … der weiß doch wohl nicht, … die haben doch nicht etwa mich gemeint? Da gibt es jetzt also auch schon personalisierte Radioansagen.
Doot uff Laatschn
Das von Kindern und Kommerz geliebte Fest Halloween ist absolut nicht meins. Wie um eine unfreiwillige Teilnahme zu verhindern, ereilt mich fast jedes Jahr am besagten Tag und drumherum eine gruselige Magenverstimmung. Die ist insofern praktisch, dass ich aufs Verkleiden verzichten kann. Ich sehe nämlich schon aus wie der Tod auf Latschen.
Unbezahlbar
Italiener kennen sich aus mit wirksamen Verboten. Wer hat schon noch 200.000 „vecchie Lire“ (alte Lire) zur Hand, um das ausgewiesene Bußgeld fürs Abladen von Müll zu entrichten.
Termingeschäfte
Immer wenn ich nach Deutschland reise, stelle ich fest, wie gut die Deutschen es haben. Sie wissen es nur nicht. Da ist zum Beispiel die Sache mit den Ärzten. Nein, nicht die unsterblichen Berliner Punkrocker, ich spreche von der medizinischen Versorgung. Mein Mann sagt immer: Wenn es dir in Italien mal richtig schlecht geht, ist gut für dich gesorgt.
Die Schule des Lebens
Der Wechsel an die „Scuola Superiore“, die Oberschule, bedeutet für die meisten jungen Italiener die endgültige Abnabelung vom elterlichen Taxiservice. Von nun an geht es täglich in die nächstgelegene Großstadt, und zwar mit den „Mezzi Pubblici“, dem öffentlichen Nahverkehr. Ein Abenteuer auf ganzer Linie!