Konzerte der großen Stars von damals? Riskant! Der ein oder andere Künstler hätte es bei den Erinnerungen an gute Zeiten belassen sollen. Ein wenig skeptisch ging ich neulich in Varese ins Konzert eines in den 90er-Jahren sehr erfolgreichen italienischen Sängers, dessen neuere Alben wenig bekannt sind. Schade! Er hat es immer noch drauf.
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Drin ist, was draufsteht?
Was ich nicht kenne, das esse ich nicht! Mit dieser Einstellung kommt man im Ausland nicht weit. Eine gewisse Vorstellung davon, was man auf dem Teller hat, ergibt sich zum Glück oft aus der Bezeichnung eines Gerichtes. Mit Ausnahmen, wohlgemerkt. Es gibt Speisen, die tragen einen Namen nur, weil sie einem Lebensmittel ähnlichsehen.
Weihnachtspost für Europa
In hektischen Zeiten ist es gut, wenn es Orte der Besinnung gibt. Gerade vor Weihnachten. Den Besuch eines italienischen Postamts kann ich zur Entschleunigung empfehlen. Ich nehme es mittlerweile gelassen, dass es Geduld und Sinn für Humor erfordert, ein paar Briefmarken zu kaufen. Spannend wird es, wenn man postalische Grüße ins europäische Ausland schicken möchte.
Alexanderplatz
Die Italienerin Milva war ein Star, auch in der DDR. Eines ihrer Lieder sang ich nach jedem Zahnarztbesuch. Ein anderes, das doch mit uns zu tun hatte, kannte ich nicht. Ein Konzertmitschnitt aus dem Jahr 1988 aus dem Palast der Republik belegt, dass Milva „Alexanderplatz“ singen durfte. Den italienischen Text verstand ja keiner.
Vernebelt
Der Italiener und romantische Erinnerungen: Früher war alles besser? Manchmal ist die Sicht auf das Vergangene auch getrübt. Vielleicht, weil die Wolken tiefer hingen. So tief, dass sie mit dem Boden in Berührung kamen. Dicker Nebel war ein typisches Wetterphänomen im winterlichen Norditalien der 80er-Jahre. Aber was bitte schön war daran romantisch?
Das Italiengefühl
Braucht es ein sonniges Gemüt, um in der nächstgelegenen Stadt die Touristin zu spielen? Zehn Kilometer von daheim in einem Hotel zu übernachten, ist keine Dekadenz. Mit Freundinnen wird es ein großartiger Kurzurlaub. Wie Elke Heidenreich in ihrem Buch „Altern“ so treffend formuliert: „Aus der Summe glücklicher Augenblicke setzt sich das Glück des Lebens zusammen.“
Herbstgerichte
Während Pilze und Kartoffeln Feste feiern, obwohl sie dabei in die Pfanne gehauen werden, kommt bei mir Melancholie auf. Wenn die Jahreszeiten wechseln, geht es in meinem Inneren ans Eingemachte: Es war doch gerade so schön. Gut, dass unser Basilikum der Vergänglichkeit des Sommers noch ein wenig trotzt. Genau wie ich.
Einsichten
Die wilden 80er-Jahre waren für uns Jugendliche die ideale Zeit, alles auszuprobieren. Koste es, was es wolle. Den Preis zahlten nicht zuletzt unsere Haare, war es doch das Jahrzehnt der Dauerwellen und des Blondierens. Auf die helle Lockenpracht folgte bald glanzloses Erschlaffen. Haare sind nicht so geduldig. Ich hatte gedacht, mittlerweile schlauer zu sein.
Ferien im Süden (von Berlin)
Urlaub vorbei? Nicht auf meinem Blog. Kommt mit auf eine Zeitreise in die Sommerferien meiner Kindheit! Ein Bungalow am See. Bootssteg, Badestelle, Volleyballplatz und Tischtennisplatte. Kein Halligalli, keine Animation und erst recht kein Multimedia. In unserer Erinnerung waren die einfachen Urlaube die schönsten. Auch in meinem Land, wo die Worte manchmal eine andere Bedeutung hatten.
Urlaubs-Mood
Vor einer Reise, gestresst mit Wäschewaschen und Kofferpacken, verlässt mich manchmal fast die Lust, überhaupt loszufahren. Wird es gelingen, Alltag und Sorgen über Bord zu werfen und wirklich abzuschalten? Ja! Es funktioniert auf wundersame Weise. Allein mit einem liebgewonnenen Ritual, für das es zwei Dinge und nicht mehr als eine halbe Stunde Zeit braucht.