Nach Italien gegangen zu sein, bedeutet für mich mehr als einen gewagten Orts- und Kulturwechsel. Ebensowenig behaupte ich, da zu wohnen, wo andere Urlaub machen. Das ist schließlich relativ und nichts, worauf man stolz sein könnte. Wirklich glücklich bin ich über einen anderen Aspekt.
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Denk mal anders
Wenn das Leben dir Limonen schenkt, dann bist du vielleicht in Cannero Riviera am Lago Maggiore. Und ich wette, es ist ein fantastisches, zuckersüßes Erlebnis.
Termin bei Rosi
Neulich habe ich euch unser kleines Kaff beschrieben, in dem ich mich wie am A der Welt oder wie in der herrlichsten Urlaubsgegend fühle. Es gibt außer Grundschule und Kindergarten, Oratorio und, ich vergaß, einer Autowerkstatt, keine Einrichtungen öffentlichen Interesses, in oder vor denen man sich die Zeit vertreiben könnte. Zum Glück gibt es Rosi.
Der Duft nach Sommer
Wenn der weiße Flieder … nein, Jasmin, wieder blüht, dann denke ich an mein allererstes Italienerlebnis zurück. Es war Mitte der 90er-Jahre, als ich im Juni zwei Wochen Urlaub auf der Insel Elba verbrachte.
Urlaubsgefühle
Während ich diesen Text schreibe, sitze ich auf dem Balkon, schaue auf unser grünes Meer, höre unten auf dem Nachbargrundstück die Jungs Fußball spielen und in der Ferne einen Hahn krähen. Die Sonne scheint, ein laues Lüftchen weht, und es duftet nach den Robinien, die rund ums Haus in voller Blüte stehen.
Bitte Platz nehmen!
Ilka begegnet auf Spaziergängen und Reisen an jeder Ecke ausgesetzten Stühlen. Es muss sich um ein brandenburgisches Phänomen handeln. So angespannt ich Ausschau halte, hier in Norditalien stolperte ich bislang über kein herrenloses Sitzmöbel in freier Wildbahn.
Ein Gänsehautfinale
Es ist beim ESC eben doch auch ein bisschen wie beim Fußball. Der Ball ist rund und nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Am Ende entscheidet selbst bei einem fantastischen Song wie dem der Italiener auch die Tagesform der Interpreten.
Turin in Südtirol
„Grandioso, dann findet der ESC beim nächsten Mal in Mailand statt“, rief meine Tochter im Mai vor einem Jahr beim Sieg der italienischen Rockband Måneskin in Rotterdam. „Da fahren wir dann hin, Mama, und können live dabei sein!“ Sie sollte sich irren.
Kostümwechsel
Es ist soweit: Auch in Norditalien tauscht man den Pyjama wieder gegen Bademode ein. Diese frohe Botschaft gibt der Unterwäsche- und Strumpfwarenhändler bei uns um die Ecke.
Parksünden
Mit dem Parken ist es in Italien so eine Sache. Es braucht oft Geduld, einen Platz zu finden, nicht selten Geschick, sich da einzufädeln, und hin und wieder die Frechheit, sich auch mal in die zweite Reihe zu stellen.