Von Redensarten und Lebenskunst

Der Italiener und die Kunst, sich zu arrangieren: Ist Kompromissbereitschaft eine Schwäche oder Lebensweisheit? Macht es Sinn, immer bis aufs Blut auf seiner Meinung zu bestehen, oder kann man auch mal so tun, als wäre alles nicht so kriegsentscheidend. Am Ende ist es das nämlich vielleicht gar nicht, und wir haben uns nur das Leben schwer gemacht.

Die Aromen des Lebens

Der Schriftsteller Piero Chiara liebte das gute Leben und genoss die einfache, regionale Küche des italienischen Nordens, speziell des Lago Maggiore. Welche Rolle Lauch bei Chiaras kulinarischen Vorlieben spielte und wie ich meinen Mann dazu brachte, mich zu einem literarisch inspirierten Abendessen mit Lauch zu begleiten, erfahrt ihr hier.

Sacro Monte von Varese

Wer sich zum sonntäglichen Verdauungsspaziergang auf einen Pilgerweg begibt, der kommt unter Umständen mit der Ausrede nicht weit, zu viel gegessen zu haben. Seine kuriose Begegnung mit einem streng gläubigen Mitwanderer beschreibt Piero Chiara in der Erzählung „La mano di Dio“ (Die Hand Gottes).

Doot uff Laatschn

Das von Kindern und Kommerz geliebte Fest Halloween ist absolut nicht meins. Wie um eine unfreiwillige Teilnahme zu verhindern, ereilt mich fast jedes Jahr am besagten Tag und drumherum eine gruselige Magenverstimmung. Die ist insofern praktisch, dass ich aufs Verkleiden verzichten kann. Ich sehe nämlich schon aus wie der Tod auf Latschen.

Allein mit Adriano

Mein heimliches Verhältnis mit einem Italiener begann bereits, als ich von Italien noch nicht einmal träumen durfte. Ausgerechnet aus der ehemaligen Sowjetunion stammt das Erinnerungsstück, das womöglich meine frühe, kindlich unschuldige Verbundenheit angeregt hat.

Termingeschäfte

Immer wenn ich nach Deutschland reise, stelle ich fest, wie gut die Deutschen es haben. Sie wissen es nur nicht. Da ist zum Beispiel die Sache mit den Ärzten. Nein, nicht die unsterblichen Berliner Punkrocker, ich spreche von der medizinischen Versorgung. Mein Mann sagt immer: Wenn es dir in Italien mal richtig schlecht geht, ist gut für dich gesorgt.

La Pizza – eine kulinarische Zeitreise

„Mai Dire Pizza“, so nennen sich viele Pizzerien in Italien. Sage nicht Pizza, wenn es keine ist, möchte man all denen zurufen, die überall in der Welt ähnliche Ofengebäcke in abenteuerlichen Konsistenzen und Geschmacksverirrungen anbieten. Lest hier meine Erinnerungen an verschiedene Interpretationen der italienischen Kultspeise.

Die Schule des Lebens

Der Wechsel an die „Scuola Superiore“, die Oberschule, bedeutet für die meisten jungen Italiener die endgültige Abnabelung vom elterlichen Taxiservice. Von nun an geht es täglich in die nächstgelegene Großstadt, und zwar mit den „Mezzi Pubblici“, dem öffentlichen Nahverkehr. Ein Abenteuer auf ganzer Linie!

Glücksprognosen

Der Italiener und der Aberglaube: Wenn man ins Ausland zieht, sollte man mit der Sprache am besten gleich vorsorglich etwas über landestypischen Aberglauben lernen. Dann könnte man vermeiden, ins erstbeste Fettnäpfchen zu treten, wie es mir mit einer italienischen Kollegin im Büro passiert ist.