Indiskretion, Frechheit, oder doch einfach nur ein sprachlich bedingtes Missverständnis? Je älter ich werde, um so hellhöriger werde ich. Blöd, wenn ein Begriff mehrere Bedeutungen hat, was im Italienischen gar nicht selten ist.
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Fundstücke
Ertappt ihr euch auch manchmal dabei, im heimischen Bücherschrank abzutauchen? Vielleicht, um nach den Perlen vergangener Schmökerstunden zu suchen. Da war doch diese wunderbare Geschichte, die noch einmal gelesen werden möchte. Manchmal stecken die Überraschungen, die kleinen Schätze auch zwischen den Seiten.
Arrivederci Alassio!
Die Sache mit den nicht eingelösten Versprechen: Warum es mich immer wieder an meinen Lieblingsferienort Alassio an der ligurischen Küste zieht.
Andere Sprache, anderes Leben
Nach Italien gegangen zu sein, bedeutet für mich mehr als einen gewagten Orts- und Kulturwechsel. Ebensowenig behaupte ich, da zu wohnen, wo andere Urlaub machen. Das ist schließlich relativ und nichts, worauf man stolz sein könnte. Wirklich glücklich bin ich über einen anderen Aspekt.
No Stress, Baby!
Stau, schon einen halben Kilometer vor der Grenze. Gestern, heute, jeden Morgen das Gleiche. Zum Glück bin ich in guter Gesellschaft. Mein Radio hält mich mit aktuellen Songs wach und bei Laune. Marco Mengoni singt gerade immerzu „No stress“.
Der Duft nach Sommer
Wenn der weiße Flieder … nein, Jasmin, wieder blüht, dann denke ich an mein allererstes Italienerlebnis zurück. Es war Mitte der 90er-Jahre, als ich im Juni zwei Wochen Urlaub auf der Insel Elba verbrachte.
Parksünden
Mit dem Parken ist es in Italien so eine Sache. Es braucht oft Geduld, einen Platz zu finden, nicht selten Geschick, sich da einzufädeln, und hin und wieder die Frechheit, sich auch mal in die zweite Reihe zu stellen.
Frühstück ist fertig!
„Warum gibt es dieses Bauernfrühstück bei uns eigentlich immer am Abend?“, fragt unsere Kleine beim Abendessen. Die Leib- und Magenspeise meines Vaters ist eine der wenigen deutschen Gerichte, die ich meiner italienischen Familie regelmäßig serviere.
Von Amore und Pazienza
Ich lese „A mani nude“ von Filippo Neviani, Geburtsname des Künstlers Nek. Er ist fünfzig geworden in diesem Jahr, und zu meinem Geburtstag einen Monat später kaufte mir mein Mann das Buch. Er weiß, dass es nicht nur das Geburtsjahr ist, das mich mit Nek „verbindet“. Obwohl nicht er der Italiener war, den ich damals in Leipzig in den Sänger hineinprojizierte.
Andere Zeiten
Gestern fuhr ich nach der Arbeit schnell zum Tanken. Das erledige ich aus Gewohnheit in der Schweiz, auch wenn es preislich keinen Vorteil mehr bedeutet. Ebenfalls aus Gewohnheit trug ich beim Betreten der Tankstelle meinen Mund-Nasen-Schutz.