Wenn ein Teenager Hunger hat, wird es für Eltern ungemütlich. Und meint der Teenager sogar, es wäre niente di decente (nichts Vernünftiges) zu essen im Haus, weder in der Dispensa (dem Vorratsschrank) noch im Frigo (Kühlschrank), dann bekommt die diensthabende Mutter kalte Füße.
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Coming soon
Da unsere Außentemperaturen derzeit nicht helfen, habe ich mir zur mentalen Einstimmung auf Weihnachten etwas anderes einfallen lassen. Ich bin in meinem Bücherschrank abgetaucht. Diesmal auf der Suche nach Texten, in denen es um das Fest der Liebe geht.
Sonntag, der Dreizehnte
Es ist Mitte November und ich bin wild entschlossen, endlich zu einer Veranstaltung des Freundeskreises zu gehen, bei dem ich seit einem Jahr anonymes Mitglied bin. Immer war etwas anderes: keine Zeit, kein Bock auf das Thema, oder der Veranstaltungsort lag fuori mano (ungünstig zu erreichen). Diesmal würde ich keine Ausrede gelten lassen.
November
Nein, ich habe keine Lust auf heimeliges Sofagehocke mit heißem Tee und lauwarmen Erinnerungen, nur weil der Sommer vorbei und der Winter noch nicht da ist. Meine Hymne dazu stammt aus dem Jahr 2008, als uns Giusy Ferreri mit ihrem gleichnamigen Song den Novemberblues aus den Köpfen pustete.
Wahlkampf
Ich stehe wie bestellt und nicht abgeholt unter einer Amerikanischen Linde (Tiglio Americano ‒ American Lime), da, wo ich sowohl die Ankommenden als auch das hohe, schmiedeeiserne Tor gut im Blick habe. Wenn ich mich so umschaue, wer in Grüppchen, Gruppen oder allein wie ich wartend vor dem altehrwürdigen Gebäude steht, dann frage ich mich, ob ich bei der richtigen Veranstaltung bin.
Florenz, Toskana
Auf Dante trifft man in Italien überall, obwohl wenige seiner Aufenthaltsorte nachgewiesen sind. Florenz als seine Geburts- und Heimatstadt ist mit Anspielungen auf den weltberühmten Dichter und Zitaten aus der Göttlichen Komödie sprichwörtlich gepflastert. Ich nahm unseren Urlaub dort und das Dante-Jahr 2021 zum Anlass, ein Buch über das Jahrtausendbuch zu lesen.
Die letzten Gäste
Es ist oft leichter gesagt als getan, am Wochenende Touristen vor der eigenen Haustür zu spielen. Alle paar Monate unterbreite ich meiner Familie den enthusiastischen Vorschlag, einen Sonntag im wunderschönen Como zu verbringen. Ganz entspannt, ohne lange zu planen oder zu reservieren.
Eine gute Partie
Spielen, so drückte es einmal der amerikanische Autor und Forscher Joseph Chilton Pearce aus, sei der Königsweg zu kindlichem Glück und zu einem brillanten Erwachsenendasein. Das gibt mir zu denken, muss ich doch zugeben, kein großer Freund des Spielens zu sein. Eine Ausnahme macht ein Kartenspiel.
Duft(n)ostalgie
Habt ihr Lust auf eine Zeitreise zu den Düften der Kindheit? Nein, nein, nicht die aus der Küche. Diesmal tauche ich ab ins Badezimmer längst vergangener Tage. Wie es da wohl duftete, im grauen Osten? Nach grünem Apfel, zum Beispiel!
Ende September, irgendwo, irgendwann
Können uns literarische Orte widerfahren? Ich meine ja, wenn es sich bei dem Ort um ein Gefühl, eine Stimmung handelt. Wenn sich Augenblicke des Lebens wiederholen. Alles ist imaginär möglich, wenn wir uns darauf einlassen. Verwirrend? Und ob! Genau wie die Doppelgängergeschichte in Peter Stamms „Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt“.