Heute, am 27. Januar, ist Il Giorno della Memoria, der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. Schon wieder, denke ich, wie schnell doch ein Jahr vergeht. Schon wieder. Jedes verdammte Jahr dieses Thema. Und das ist gut so.
Schlagwort-Archive:Italien
Passt!
Mein Leben läuft auf Sparflamme. Wäre es ein Spiel wie „Mensch ärgere dich nicht“, stünde ich wieder auf Anfang, im Homeoffice. Kein Problem. Kennt man ja. Heute beginnt der Tag anders. Ich muss raus. Zu einem Behördengang. Ich nehme den Bus.
Alles nur geklaut?
Ein ewig schwelender Familienstreit wurde in den ersten Stunden des Jahres 2022 friedlich und für beide Parteien zufriedenstellend beigelegt. Könnte ein Jahr besser beginnen?
Von Redensarten und Lebenskunst
Der Italiener und die Kunst, sich zu arrangieren: Ist Kompromissbereitschaft eine Schwäche oder Lebensweisheit? Macht es Sinn, immer bis aufs Blut auf seiner Meinung zu bestehen, oder kann man auch mal so tun, als wäre alles nicht so kriegsentscheidend. Am Ende ist es das nämlich vielleicht gar nicht, und wir haben uns nur das Leben schwer gemacht.
Die Aromen des Lebens
Der Schriftsteller Piero Chiara liebte das gute Leben und genoss die einfache, regionale Küche des italienischen Nordens, speziell des Lago Maggiore. Welche Rolle Lauch bei Chiaras kulinarischen Vorlieben spielte und wie ich meinen Mann dazu brachte, mich zu einem literarisch inspirierten Abendessen mit Lauch zu begleiten, erfahrt ihr hier.
Sacro Monte von Varese
Wer sich zum sonntäglichen Verdauungsspaziergang auf einen Pilgerweg begibt, der kommt unter Umständen mit der Ausrede nicht weit, zu viel gegessen zu haben. Seine kuriose Begegnung mit einem streng gläubigen Mitwanderer beschreibt Piero Chiara in der Erzählung „La mano di Dio“ (Die Hand Gottes).
Doot uff Laatschn
Das von Kindern und Kommerz geliebte Fest Halloween ist absolut nicht meins. Wie um eine unfreiwillige Teilnahme zu verhindern, ereilt mich fast jedes Jahr am besagten Tag und drumherum eine gruselige Magenverstimmung. Die ist insofern praktisch, dass ich aufs Verkleiden verzichten kann. Ich sehe nämlich schon aus wie der Tod auf Latschen.
Unbezahlbar
Italiener kennen sich aus mit wirksamen Verboten. Wer hat schon noch 200.000 „vecchie Lire“ (alte Lire) zur Hand, um das ausgewiesene Bußgeld fürs Abladen von Müll zu entrichten.
Allein mit Adriano
Mein heimliches Verhältnis mit einem Italiener begann bereits, als ich von Italien noch nicht einmal träumen durfte. Ausgerechnet aus der ehemaligen Sowjetunion stammt das Erinnerungsstück, das womöglich meine frühe, kindlich unschuldige Verbundenheit angeregt hat.
Termingeschäfte
Immer wenn ich nach Deutschland reise, stelle ich fest, wie gut die Deutschen es haben. Sie wissen es nur nicht. Da ist zum Beispiel die Sache mit den Ärzten. Nein, nicht die unsterblichen Berliner Punkrocker, ich spreche von der medizinischen Versorgung. Mein Mann sagt immer: Wenn es dir in Italien mal richtig schlecht geht, ist gut für dich gesorgt.