Andere Sprache, anderes Leben

Nach Italien gegangen zu sein, bedeutet für mich mehr als einen gewagten Orts- und Kulturwechsel. Ebensowenig behaupte ich, da zu wohnen, wo andere Urlaub machen. Das ist schließlich relativ und nichts, worauf man stolz sein könnte. Wirklich glücklich bin ich über einen anderen Aspekt.

No Stress, Baby!

Stau, schon einen halben Kilometer vor der Grenze. Gestern, heute, jeden Morgen das Gleiche. Zum Glück bin ich in guter Gesellschaft. Mein Radio hält mich mit aktuellen Songs wach und bei Laune. Marco Mengoni singt gerade immerzu „No stress“.

Frühstück ist fertig!

„Warum gibt es dieses Bauernfrühstück bei uns eigentlich immer am Abend?“, fragt unsere Kleine beim Abendessen. Die Leib- und Magenspeise meines Vaters ist eine der wenigen deutschen Gerichte, die ich meiner italienischen Familie regelmäßig serviere.

Von Amore und Pazienza

Ich lese „A mani nude“ von Filippo Neviani, Geburtsname des Künstlers Nek. Er ist fünfzig geworden in diesem Jahr, und zu meinem Geburtstag einen Monat später kaufte mir mein Mann das Buch. Er weiß, dass es nicht nur das Geburtsjahr ist, das mich mit Nek „verbindet“. Obwohl nicht er der Italiener war, den ich damals in Leipzig in den Sänger hineinprojizierte.

Andere Zeiten

Gestern fuhr ich nach der Arbeit schnell zum Tanken. Das erledige ich aus Gewohnheit in der Schweiz, auch wenn es preislich keinen Vorteil mehr bedeutet. Ebenfalls aus Gewohnheit trug ich beim Betreten der Tankstelle meinen Mund-Nasen-Schutz.

Oh Ostpaket

Natale und Weihnachten zusammen. Geht nicht? Und ob! Genau das ist die Herausforderung, der ich mich jedes Jahr gerne stelle. Und deshalb ist mein schönstes Weihnachtsgeschenk das heute bei uns eingetroffene, liebevoll gepackte Ostpaket.

Von Redensarten und Lebenskunst

Der Italiener und die Kunst, sich zu arrangieren: Ist Kompromissbereitschaft eine Schwäche oder Lebensweisheit? Macht es Sinn, immer bis aufs Blut auf seiner Meinung zu bestehen, oder kann man auch mal so tun, als wäre alles nicht so kriegsentscheidend. Am Ende ist es das nämlich vielleicht gar nicht, und wir haben uns nur das Leben schwer gemacht.