Ich lese „A mani nude“ von Filippo Neviani, Geburtsname des Künstlers Nek. Er ist fünfzig geworden in diesem Jahr, und zu meinem Geburtstag einen Monat später kaufte mir mein Mann das Buch. Er weiß, dass es nicht nur das Geburtsjahr ist, das mich mit Nek „verbindet“. Obwohl nicht er der Italiener war, den ich damals in Leipzig in den Sänger hineinprojizierte.
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Komm mir nicht mit Mimosen
Die Italienerinnen und der Frauentag: Alle Jahre wieder hält am 8. März eine olfaktorische Zumutung in Büros und Wohnungen Einzug. Mir macht man damit keine Freude. Und mit dem Tag an sich kann ich auch nicht so viel anfangen. Jedenfalls nicht damit, wie die Festa della Donna hier gefeiert wird.
Andere Zeiten
Gestern fuhr ich nach der Arbeit schnell zum Tanken. Das erledige ich aus Gewohnheit in der Schweiz, auch wenn es preislich keinen Vorteil mehr bedeutet. Ebenfalls aus Gewohnheit trug ich beim Betreten der Tankstelle meinen Mund-Nasen-Schutz.
Der Mond von Kiew
Im Bücherschrank unserer Kinder fand ich ein weiteres Gedicht von Gianni Rodari, das in diesen Tagen in Italien oft zitiert wird. Ich möchte es, wie schon „Promemoria“, gern mit euch teilen.
Promemoria
Es gibt Dinge, die man niemals tun soll, weder am Tag noch in der Nacht,
nicht auf dem Meer und nicht an Land: zum Beispiel EINEN KRIEG. (Übersetzt aus Promemoria von Gianni Rodari)
Das Leben ist kein Wunschkonzert
Auch wenn die meisten Menschen heutzutage vermutlich am liebsten die Musik hören, die sie sich bei Spotify als Playlist zusammengestellt haben, bin ich ein Freund des Radios. Musik übers Radio zu hören hat den wunderbaren Effekt, immer wieder überrascht zu werden.
Im Schilderwald
Der Italiener und Verbote: Ein Verbotsschild macht in Italien noch keine Regel, und Vorschriften sind nicht viel mehr als Empfehlungen? Starker Tobak, das zu behaupten. Aber es gibt durchaus die Tendenz, die Sinnhaftigkeit von Verboten anzuzweifeln. In einem Fall habe ich mich da auch schon italienisiert.
Signora Langsams Gespür für Eis
Schnell auf ein Eis? Immer mit der Ruhe! Dass es auch zum Eisgenuss die Zeit braucht, die es eben braucht, und die Leckerei mit Muße und einem netten Schwätzchen doppelt so schmackhaft ist, lehrte uns Signora Langsam in unserer Lieblings-Gelateria.
Indifferenza
Heute, am 27. Januar, ist Il Giorno della Memoria, der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. Schon wieder, denke ich, wie schnell doch ein Jahr vergeht. Schon wieder. Jedes verdammte Jahr dieses Thema. Und das ist gut so.
Passt!
Mein Leben läuft auf Sparflamme. Wäre es ein Spiel wie „Mensch ärgere dich nicht“, stünde ich wieder auf Anfang, im Homeoffice. Kein Problem. Kennt man ja. Heute beginnt der Tag anders. Ich muss raus. Zu einem Behördengang. Ich nehme den Bus.